Kippender See

Entwarnung: Stadtsee in Stendal droht trotz Grünfärbung nicht zu kippen

Die Stadtverwaltung gibt beim Stendaler Stadtsee Entwarnung. Trotz der Grünfärbung droht das Gewässer nicht zu kippen. Das zeigen die neuesten Messwerte an.

Von Antonius Wollmann
Zwei dieser Anlagen zur Belüftung des Stendaler Stadtsees hat eine Firma aus dem Schwarzwald im Winter installiert.
Zwei dieser Anlagen zur Belüftung des Stendaler Stadtsees hat eine Firma aus dem Schwarzwald im Winter installiert. Foto: Donald Lyko

Stendal - Der Zustand des Stendaler Stadtsees ist nach Angaben der Stadtverwaltung nicht besorgniserregend. Zuletzt hatte sich das Wasser auffällig grün gefärbt. Bei Anwohnern ging die Angst um, dass das künstliche Gewässer kippen könnte. Die vor Kurzem genommenen Wasserproben wiesen jedoch keine Auffälligkeiten auf, sagt Stadtsprecher Armin Fischbach. Nach seinen Angaben „lassen die Ergebnisse nicht darauf schließen, dass der Stadtsee umzukippen droht.“ Der Sauerstoffgehalt im Wasser sei zufriedenstellend.

Sauerstoffgehalt im Stendaler Stadtsee ist hoch

Fischbach weist darauf hin, dass die Proben in der Nähe der im Winter installierten Belüftungsanlagen genommen worden sind. Ob die Anlagen die in der Vergangenheit kritische Situation insgesamt entschärft haben, möchte er aber nicht bestätigen. Dafür seien sie besonders in Hinblick auf die Größe des Stadtsees noch nicht lange genug im Einsatz. „Aber der erwähnte hohe Sauerstoffgehalt stimmt uns zuversichtlich, dass eine positive Entwicklung angestoßen wurde“, sagt der Stadtsprecher. Zumal mit einem Plus an Sauerstoff eine höhere Abbaurate der toten Biomasse am Grund des Sees einhergehe.

Auch in Hinblick auf den Grünstich gibt Fischbach Entwarnung. Angesichts des geringen Durchlaufs der Uchte in den vergangenen Jahren habe sich viel Schlamm auf dem ohnehin nicht tiefen Grund des Gewässers gebildet. Kombiniert mit den hohen Temperaturen und starkem Wind könne die Farbe ins Hellgrüne umschlagen.

Noch kein Fischsterben im Stendaler Stadtsee

Darüber hinaus hätten die Stadtverwaltung noch keine Berichte erreicht, wonach Fische in größerer Zahl verendet sind. Im Sommer 2019 sah das noch ganz anders aus. Damals starben die Tiere in riesigem Ausmaß aufgrund des niedrigen Sauerstoffgehaltes im Wasser.