Stendal l Eine Berichterstattung über die Finanzierung des Winckelmann-Museums löst mittlerweile immer Unmut und Polemik aus – bei den einen sorgt das Thema für empörtes Unverständnis, bei den anderen regt sich innerer Widerstand.

Immer Streit ums Geld

Streit um den städtischen Zuschuss gibt es, seit das Museum im Jahr 2000 aus kommunaler in Vereinshand wechselte. Und seit das Winckelmann-Museum saniert wird, also seit 2016, flammen immer wieder Konflikte auf, zankt man sich um Geld und Zuständigkeiten, insbesondere hinsichtlich der steigenden Baukosten. Zuletzt ging es um eine gewünschte Zuschusserhöhung von 30.000 Euro fürs Museumspersonal, die der Stadtrat abgelehnt hatte.

Die Stadt ist Eigentümerin des Geländes und der Gebäude, die Gesellschaft ist Mieterin. Die Gesellschaft wirbt zudem Drittmittel ein.

Gespräche zur Klärung

Max Kunze hat in der vorletzten Juli-Woche Gespräche mit Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) und im Kultusministerium in Magdeburg geführt. „Beide haben in Aussicht gestellt, dass wir bis Ende August eine Lösung finden, was die Schulden und die Erhöhung der Gehälter und eine angemessene Förderung vom Land angeht.“

Die Sicht der Stadt

Die Finanzierung des laufenden und des künftigen Museumsbetriebes sei aus Sicht der Stadt das Hauptproblem. „Dabei spielt die Höhe des von der Stadt zu leistenden Zuschusses eine zentrale Rolle“, teilt das Büro des Oberbürgermeisters auf Volksstimme-Anfrage mit. Hier gelte es, „einen Betrag zu finden, der den Belangen des Museums und denen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Stadt gerecht wird und der auch eine politische Mehrheit im Stadtrat finden kann“.

Ein neuer Rahmenvertrag sei wünschenswert, der bisherige sollte „an die aktuelle Situation angepasst werden“. Die Gespräche dazu „werden unverzüglich begonnen“.

Den vollständigen Text lesen Sie in der gedruckten Stendaler Volksstimme vom 31. Juli 2020 oder im E-Paper.