Stendal l Die dritte Deutsche Segelflug-Meisterschaft, die auf dem Flugplatz Stendal ausgetragen wurde, ist seit Sonnabend Geschichte. Mit der Siegerehrung wurde der zweiwöchige Wettkampf beendet, der für die Organistoren und für die Starter mehr war als eine Deutsche Meisterschaft – er war zugleich Testlauf für die Segelflug-WM 2020 in Stendal.

„Dieser Wettbewerb war für uns eine sehr gelungene Generalprobe für die Segelflug-WM. Piloten, Mannschaften und Ausrichterteam sind sehr zufrieden mit den Rahmenbedingungen auf dem Flugplatz“, sagte Henning Schulte am Sonnabend. Er ist Präsident des Luftsportverbandes Sachsen-Anhalt und hatte als Wettbewerbsleiter fungiert.

Als „hervorragend“ seien die sportliche Leitung von „Tasksetter“ Christoph Barniske und „Wettermann“ Walter Hermann gelobt worden, so Henning Schulte. Auch bei der WM soll Christoph Barniske, der Mitglied im Stendaler Aero-Club ist und selbst erfolgreich an Meisterschaften teilnimmt, die sportliche Leitung übernehmen.

Ausrichter waren der Aero-Club Stendal, die Flugplatzgesellschaft Stendal-Borstel mbH und der Landesluftsportverband. Veranstalter der Deutschen Segelflug-Meisterschaft war wie immer die Bundeskommission Segelflug im Deutschen Aero-Club.

Vom 8. bis 19. Juli wurden die Deutschen Meister in der Offenen Klasse und der Doppelsitzer-Klasse ermittelt. Punktgleich holten sich Felipe Levin (Luftsportverein Homberg/Ohm) und Michael Sommer (Luftsportverein Regensburg) den Sieg in der Offenen Klasse. Bei den Doppelsitzern gewannen Markus Geisen und sein Copilot Michael Pfenning (Luftsportverein Mönchsheide).

WM 2020 am selben Ort

Der Wettbewerb bot internationalen Startern die Möglichkeit, den Veranstaltungsort und das Wettbewerbsgebiet der Segelflug-Weltmeisterschaft 2020 kennenzulernen. Die WM findet vom 19. bis 31. Juli nächsten Jahres auf dem Flugplatz Stendal-Borstel statt. Die International Stendal Glide der 18-Meter-Klasse hat der Schwede Börje Erikkson gewonnen.

Geflogen sind 89 Piloten, neben den deutschen Piloten auch Gäste aus Schweden, Australien, Italien, Tschechien, Schweiz, Polen, Dänemark, Japan, Rumänien, Südafrika und den Niederlanden.

573 Wertbewerbstarts konnten an sieben Tagen geflogen werden. In der Offenen Klasse wurden sieben Wertungstage, in der Doppelsitzer-Klasse und in der 18-Meter-Klasse jeweils sechs Wertungstage erflogen. Vier sind für eine DM-Wertung erforderlich.

Die Piloten hatten Streckenflugaufgaben zwischen 180 und 600 Kilometer möglichst schnell zu bewältigen. Insgesamt wurden 172.289 Kilometer im Segelflug zurückgelegt.