Stendal (nk) l Die Fläche war vielleicht so groß wie fünf Fußballfelder – umso erschreckender das Ergebnis der Aufräumaktion am Sonnabend in Stendal-Stadtsee: „Wir haben 450 Kilogramm Müll gesammelt, das ist fast eine halbe Tonne – Wahnsinn!“ Yvonne Riesmann kann es immer noch nicht fassen, als sie von dem Arbeitseinsatz zum „Welt-Aufräum-Tag“ erzählt.

Reifen, Schuhe, Betten

Hinter dem Jugendclub „Zenit“ hatten sich dazu am Sonnabendvormittag nach einem Aufruf von „Fridays for Future“, Freiwilligen-Agentur und Unverpackt-Laden etwa 25 Tatkräftige getroffen, um mit Greifern und Müllsäcken auszuschwärmen. Sehr weit kamen sie dabei gar nicht, denn schon im engeren Umkreis gab es Unmengen an Abfall im Gebüsch: „Sie glauben gar nicht, was wir alles gefunden haben: Fahrradlenker, Autoreifen mit und ohne Felgen, Schuhe, Spielzeug, ein Planschbecken, Federbetten und Baureste.“ Auch so manches skurrile Fundstück tat sich auf, wie zum Beispiel ein menschengroßer Kanister. Die Stadt wird die 450 Kilogramm Abfall und Schrott nun entsorgen.

Bei aller Erschütterung ob der Unmengen an Müll habe die Aktion aber auch Spaß gemacht, resümiert Yvonne Riesmann: „Es gab zum Teil auch Nachahmer, die in anderen Orten losgezogen sind, und wir haben hier die Botschaft vermittelt: Wir wollen den Müll nicht mehr, wir wollen eine schöne Stadt haben.“