Stendal l Im Hamburger Hafen, in der Autostadt Wolfsburg und auch in der Schweiz ist sie schon unterwegs: die Prima H3 Hybridlokomotive. Nun trägt eine der modernen dreiachsigen Rangierloks erstmals den Namen der Stadt, in der sie ihre Wiege hat, sprich entwickelt wurde: „Hansestadt Stendal“.

Stolz auf Unikat

Das Unikat hat am Freutag, 13. November, in Stendal für Aufsehen unter Passanten gesorgt, die live verfolgen konnten, wie die rot-weiße Hybridlok das Werksgelände der Alstom Lokomotiven Service GmbH an der Tangermünder Straße verließ. Auffallend war vor allem die Aufschrift samt der Silhouette der Hansestadt Stendal. „Ja, auf diese Personalisierung sind wir sehr stolz“, sagt Jörg Neubauer, alter und seit sechs Wochen wieder Geschäftsführer des Stendaler Werks von Alstom, im Gespräch mit der Volksstimme.

Da der Kunde in Berlin auf die Farbgebung Rot-Weiß bestand, habe Alstom die Chance genutzt, die Stendaler Werbeaufschrift vorzuschlagen. „Er war einverstanden“, sagt der 58-jährige Werkleiter. Somit rangiert die Stendal-Hybridlok an der Spree in Berlin.

Zukunft für Stendals Alstom-Werk

„Das ist gut so, denn Stendal ist weltweit sehr weit vorn, was die Technologie von Hybridlokomotiven betrifft, fügt Neubauer hinzu. Entwickelt wurde die Umrüstung von Diesellokomotiven auf Hybrid ab 2004 im ehemaligen RAW Stendal (Reichsbahnausbesserungswerk). Die erste einsatzbereite Hybrid-Rangierlok Europas war 2006 am Start.

Mit dem 14 Jahre später verkauften Hybridlok-Unikat Prima H3, vom dem Neubauer Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) ein auf Leinwand gezogenes Foto schenkte, wolle Alstom ein Zeichen setzen: Der französische Konzern baue auch in Zukunft auf das Stendaler Werk mit den rund 200 Beschäftigten als ein innovatives Technologiezentrum in der Altmark.