Schuleinzugsbereiche

Kinder aus Uetz und Cobbel sollen künftig in Grieben lernen

Von Birgit Schulze
Die Grundschule Grieben – früher eine Zehn-Klassen-Schule – soll mit der Änderung der Schuleinzugsbereiche in ihrem Bestand für die nächsten Jahre gestärkt werden.
Die Grundschule Grieben – früher eine Zehn-Klassen-Schule – soll mit der Änderung der Schuleinzugsbereiche in ihrem Bestand für die nächsten Jahre gestärkt werden. Foto: Birgit Schulze

Tangerhütte - Die Grundschule in Grieben soll nun doch zusätzliche Schüler aus Orten bekommen, die bisher in Tangerhütte beschult wurden. Darauf zumindest verständigte sich der Sozialausschuss der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte in dieser Woche.

Allerdings geht es – anders als im Original-Antrag der Fraktion „WG Lüderitz“ – nicht mehr um die Kinder aus Birkholz und Ortsteilen, sondern nur noch um die Kinder, die in Uetz und Cobbel leben. Mit denen könnten künftig die notwendigen Mindestschülerzahlen erreicht werden, hieß es im Zuge der Beratung.

Ausschuss entscheidet in der Wiederholung anders

Nachdem in der Online-Sitzung des Sozialausschusses im April der Antrag auf Änderung der Schuleinzugsbereiche zunächst abgelehnt worden war, gab es nun in der Wiederholung der Beschlussfassung (die durch Einschreiten der Kommunalaufsicht notwendig geworden war) ein anderes Ergebnis.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Kathleen Altmann erklärte im Ausschuss: „Wir haben das Thema anfangs unterschätzt“, und sprach davon, dass mit Berücksichtigung der Schüler aus Uetz die Änderung der Schuleinzugsbereiche zugunsten der Grundschule in Grieben klar unterstützt werde.

Andernfalls würde in mindestens einem der kommenden Jahre in Grieben die Mindestgesamtschülerzahl von 60 beziehungsweise die Mindestzahl der neu eingeschulten Kinder nicht erreicht. „Bevor wir mit einer Ausnahmegenehmigung nicht durchkommen, würde ich die Änderung für Cobbel und Uetz unterstützen“, erklärte sie. Die Empfehlung des Sozialausschusses wird auch Grundlage der endgültigen Entscheidung über die Änderung der Schuleinzugsbereiche im Stadtrat am 23. Juni sein.

Änderung zugunsten der Griebener Schule immer wieder diskutiert

Offen sei bisher noch die Klärung der Beförderung (Bustransfer) für die Uetzer Kinder, die vom Landkreis organisiert wird, erläuterte Kathleen Altmann. Auch in den betreffenden Ortschaften war das Thema beraten worden, dabei hatte sich Birkholz gegen eine Beschulung in Grieben ausgesprochen, Cobbel aber deutlich für den Erhalt ländlicher Grundschulen wie in Grieben.

Diskutiert wird über die Schuleinzugsbereiche der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte vor allem im elbnahen Bereich immer wieder. 2013, als die Grundschule in Uetz geschlossen worden war, hatte es Debatten dazu gegeben, aber auch 2018, als die Verwaltung einen Vorstoß wegen der Überbelegung der Tangerhütter Grundschule unternommen hatte und damals sowohl Birkholz als auch Uetz und Cobbel nach Grieben schicken wollte.

Die Tangerhütter Grundschule ist seit ihrer Sanierung für 150 Kinder ausgelegt, aber seit Jahren von deutlich mehr Schülern besucht. Aktuell gingen dort 187 Kinder in acht Klassen (bis zur vierten Klasse) zur Schule, so die Verwaltung.