Stendal l In Sektlaune waren die Mitglieder der Kreis-AfD am Sonntagabend in Stendal. Im Büro der Partei waren zeitweise rund 50 Leute versammelt, um sich auf einem Bildschirm die Ergebnisse des Abends anzusehen. "Als ich die bundesweiten Zahlen zur Europawahl gesehen habe, da habe ich noch nicht mit einem derat guten Ergebnis für uns in der Region gerechnet", sagte der Tangermünder Landtagsabgeordnete, der künftig auch im Stendaler Kreistag vertreten sein wird. Die AfD zieht dort mit acht Sitzen ein.  

Güssau schafft den Einzug nicht

Die etablierten Parteien mussten Federn lassen. Insbesondere die CDU stützte von 41,8 Prozent im Jahre 2014 auf 24,4 Prozent ab und ist noch mit zwölf Sitzen (minus acht) im Kreistag vertreten. Besonders zerknittert dürfte Spitzenkandidat Hardy Peter Güssau sein, der den Wiedereinzug in den Kreistag nicht schaffte.

"Pro Altmark" zweitstäkste Kraft

Neben der AfD ist die Wählergruppe "Pro Altmark" des Osterburger Bürgermeisters Nico Schulz der große Gewinner der Wahl. Der einstige CDU-Spitzenmann wird ebenfalls mit einer achtköpfigen Fraktion im Kreistag vertreten sein. Die Gruppe holte aus dem Stand 17 Prozent und damit das zweitbeste Ergebnis nach der CDU. Die Linke kam auf 16,5 Prozent (minus 7,3 %), die SPD auf 10,1 % (minus 6,7 %) die FDP 5,7 % (plus 2,1 %), die Grünen 5,5 % (plus 1,9 %) und die Landwirte für die Region 4,6 % (minus 1,2 %).