Stendal l Das Hauptzollamt Magdeburg hat im Landkreis Stendal nach Schwarzarbeitern gesucht – und dabei zwei Agrarbetriebe überprüft. 13 Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) haben dabei die Arbeitnehmer befragt. „Zwölf Beschäftigte eines Unternehmens machten hierbei widersprüchliche beziehungsweise unklare Angaben über die Höhe ihres Lohns“, teilt Pressesprecher Jens Rotheauf Volksstimme-Anfrage mit.

Ob es sich bei ihnen tatsächlich um Schwarzarbeiter handelt, sei damit aber noch nicht klar. Das stelle sich erst nach einer sogenannten „Geschäftsunterlagenprüfung nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz“ heraus. Das heißt, dass sich die Zoll-Mitarbeiter die Lohnunterlagen bei einem erneuten Termin genauer anschauen werden.

Gefängnisstrafe droht

Bei einer Missachtung des Mindestlohns drohe ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro. „Weiterhin werden bei zu niedrigen Lohnzahlungen regelmäßig auch zu wenig Sozialversicherungsbeiträge entrichtet“, erklärte Rothe. Das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen sei sogar eine Straftat und kann nach Angaben des Zolls eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren nach sich ziehen.