Stendal l Für die Musikschüler im klassischen Bereich hat die Vorfreude auf den Dezember nicht nur mit dem Weihnachtsfest zu tun. Denn in jedem Jahr findet zum Jahresende auch ein großes Konzert statt, bei dem sich Sänger und Instrumentalisten vorstellen können, bei dem Abschlusszeugnisse vergeben werden.

„Das Weihnachtskonzert ist immer der Höhepunkt für den klassischen Bereich“, sagte Maike Schymalla, Leiterin des Adam-Ileborgh-Hauses, zur Begrüßung. Die Katharine war bis auf den letzten Platz gefüllt. In diesem Jahr seien die kostenlosen Eintrittskarten sogar schneller vergriffen gewesen als in den Vorjahren, verriet Maike Schymalla.

Sie hatte zusammen mit Zora Fritzsche am Klavier mit „Leise rieselt der Schnee“ das Konzertprogramm eröffnet. Darin waren zwar auch noch die „Winterpracht“ und ein „Schneeflockentanz“ zu hören, aber ganz so eng war das inhaltliche Konzept nicht auf die Adventszeit zugeschnitten. Darum hatten auch ein Tango, Bartoks „Rumänische Tänze“, ein Liebeslied und viele klassische Stücke ihren verdienten Platz.

Höhere Landesförderung angemahnt

Vielmehr ging es wieder darum, dass die Musikschüler sich und ihre Instrumente präsentieren, dass sie Ausschnitte aus den kleinen Programmen wiederholen, mit denen sie ihre Abschlussprüfungen abgelegt haben. Dabei, erklärte die Musikschulleiterin vor der Übergabe der Zeugnisse, gehe es aber nicht um die Abschluss einer Ausbildung, sondern um das Ende verschiedener Stufen in der musikalischen Ausbildung. „Dafür müssen die Schüler ein kleines Konzert einstudieren.

Dabei werden sie ein ganzes Stück weit nach vorn katapultiert auf ihrem Instrument“, so Maike Schymalla. Abschlusszeugnisse gab es für Zora Fritzsche, Niclas Gesekus, Marie Sibbel, Jonas Gesekus, Eunike Edler, Emma Hentschel und Marie Hoffmann. Sie alle waren im Programm des Weihnachtskonzertes zu hören.

Bilder

Den Abend nutzte die Leiterin der Einrichtung, um die Werbetrommel zu rühren: „Ich möchte Sie ermutigen: Machen Sie Musik, es bereichert Ihr Leben.“ Richtig schön sei dies, wenn man mit anderen zusammen in einem Ensemble musiziere. Sie lud zum Beispiel ein, sich dem Ileborgh-Chor anzuschließen, „dafür muss man nicht einmal ein Instrument spielen“. Die ermunternden Worte waren an diesem Freitagabend in der Katharine das eine, die beste Werbung waren aber die Auftritte von Solisten und Ensembles. Die wurden vom Publikum mit reichlich Applaus belohnt.

Symbolische Urkunde

In ihrer Arbeit wird die Musik- und Kunstschule vom Förderkreis unterstützt. Wie dessen Vorsitzender Guido Hinz verkündete, wurden in den vergangenen Jahren zusammen 6400 Euro für den Kauf von Instrumenten für den Musikschulunterricht zur Verfügung gestellt. Für die Schenkung übergab der Vereinsvorsitzende symbolisch eine Urkunde an Maike Schymalla.

Nach dieser freudigen Nachricht bat Guido Hinz die Gäste des Konzertes, sich an einer Unterschriftensammlung zu beteiligen. „Wir wollen damit Druck aufbauen, damit die Landesförderung erhöht wird“, so der Fördervereinsvorsitzende. Seit 1997 sei die Landesförderung für die Musik- und Kunstschule auf demselben Niveau geblieben, die Ausgaben haben sich in dieser Zeit aber nach oben verändert.