Wahrburg l Die Demonstration gegen den Bau der Landesaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Wahrburg blieb am Sonnabend nach Angaben der Polizei störungsfrei und friedlich. Rund 40 Teilnehmer der „Bürgerbewegung Altmark“ waren am frühen Nachmittag vom Denkmalsplatz zur Landesaufnahmestelle an der Gardelegener Straße marschiert. Später verweilten sie bis zum Abend in der Ortsmitte und hatten dort ein Zelt aufgebaut.

Weitere Proteste angekündigt

Die Demonstranten beteuerten, „wir sind keine Nazis“, sondern „wir sind gegen die Zast“ (Zentrale Aufnahmestelle; Anm.d.Red.). Sie kündigten eine Unterschriftensammlung für einen Bürgerentscheid an und weitere Demonstrationen. Allerdings befindet sich die Einrichtung mittlerweile im Bau und ist nicht mehr zu verhindern, sie soll Mitte 2022 fertig sein und für bis zu 1000 Flüchtlinge ausgelegt sein.

In der Wahrburger Kirche hatten sich um 14 Uhr knapp 20 Menschen versammelt, um am Friedensgebet teilzunehmen. Pfarrer Martin Schuler erinnerte an die in den 1970ern in der DDR entstandenen Friedensgebete, die sich aus einer „zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft“ entwickelt hätten. „Es hat letztlich viel bewirkt und so wollen wir auch heute beten und uns auf den Frieden besinnen.“ Leitspruch dafür war: „Eine linde Antwort stillet Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“

Bilder