Möllenbeck/Dobberkau l  „Die Ur-Idee zu dem Simsontreffen war, unser Waldbad bekannter zu machen“, erzählte Familie Reimann. Mittlerweile stößt die Veranstaltung an ihre Grenzen. „Wir hatten heute knapp 140 Simson-Fahrer hier“, erzählte Organisator Lars Reimann. „Viel mehr geht nicht.“ Auf 120 Teilnehmer hatte sich der Förderverein im Vorfeld eingestellt.

Das Simsontreffen begann mit Sammelfahrten. Aus allen Himmelsrichtungen gelangten die Teilnehmer zunächst nach Bismark. Hier fanden sich alle auf dem Parkplatz an der Mehrzweckhalle ein. Von hier aus folgte die gemeinschaftliche Weiterfahrt nach Möllenbeck. Doch zuvor wurden einige, unüberhörbare und geruchsintensive Runden um den Bismarker Marktplatz gedreht.

Dreikampf für ganz Mutigen

Im Waldschwimmbad Möllenbeck/Dobberkau wartete dann auf die ganz Mutigen ein Simson-Dreikampf. Elf Fahrer beteiligten sich an dem Gaudi. Bei der ersten Disziplin war die Schnelligkeit der Gefährte gefragt. Als Auslauf diente nach dem Kurzsprint „Mann gegen Mann“ der angrenzende Acker.

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Danach war das Sprungvermögen von Fahrer samt Maschine gefragt. Nach der Anfahrt über eine kleine Schanze probierten sich die Simson-Cracks in verschiedenen Techniken aus. Zum Abschluss des Dreikampfes stand die Geschicklichkeit im Mittelpunkt. Vom fahrenden Moped aus musste ein aufgeblasener Strandball mit dem Fuß so weit wie möglich befördert werden. Der superleichte Ball und der Gegenwind verhinderten entsprechende Rekordweiten.

Zweitakt-Mischöl für die Sieger

Die beiden Erstplatzierten beim Simson-Dreikampf kamen aus der Nähe des Arendsees. Sebastian Petsch sicherte sich den Sieg vor Paul Ahlemann (beide aus Ziemendorf). Den dritten Rang belegte Anton Hanisch aus Polkern. Bei der Siegerehrung überreichte Lars Reimann dem Trio wertvolles Zweitakt-Mischöl.

Im Rahmen der Siegerehrung wurde auch die „Simson of the day" geehrt. Die Wahl fiel auf Daniel Hartmann aus Hindenburg. Er war mit einem himmelblauen Star, der 1979 die Simson-Werke verließ, nach Möllenbeck gekommen. Vor allem die Details an dem Zweirad zogen jede Menge Schaulustige an. „Ich bin mit dem Aufbau des Mopeds noch lange nicht fertig“, verriet Hartmann, der eines der begehrten T-Shirts mit dem Logo des vierten Möllenbecker Simsontreffens in Empfang nehmen durfte.

Limitierte T-Shirts

Alle Simson-Fahrer erhielten ein Zertifikat und einen Sticker sowie Wertgutscheine für Kaffee, Kuchen und Tombola. Bei Letzterem fungierten Ida aus Dobberkau und Lena aus Möllenbeck als Los-Feen. Auf die Tombola-Gewinner warteten Tankgutscheine. Der Hauptpreis, eines der limitierten T-Shirts vom diesjährigen Simsontreff, blieb im Veranstaltungsort. Der Möllenbecker Daniel Kruse freute sich über das schicke Bekleidungsstück.

Alle Einnahmen vom vierten Simsontreffen gehen an den Förderverein des Waldbades Möllenbeck/Dobberkau. Die Idee, mit der Veranstaltung für historische Zweiräder für das Freibad Werbung zu machen, scheint aufzugehen. Die Teilnehmer und Besucher aus der gesamten Altmark wissen, wo Möllenbeck liegt.