Stendal l Ob lose Gehwegplatten, Hundekothaufen, defekte Straßenlaternen, illegale Müllhaufen oder andere Unzulänglichkeiten in und um Stendal können von Bürgern der Stadtverwaltung gemeldet werden. Heutzutage bequem auch online auf dem Internetportal der Hansestadt unter www.stendal.de.

Stadtratsfraktion Linke/Grüne unzufrieden

Doch dieser Service auf der Startseite unter dem Button „Sie möchten uns etwas mitteilen? Tun Sie es einfach!“ ist nach Meinung der Stadtratsfraktion Linke/Grüne unzureichend und sollte verbessert werden. Dass sich auf der sogenannten Meckerecke „nur ein Fenster öffnet, um die Beschwerde einzutragen, ist zu wenig“, sagte Katrin Kunert (Linke) in der Ratssitzung. Zum einen gehöre es sich, dem Bürger den Eingang, die Bearbeitung und auch den Abschluss des Problems beziehungsweise des Anliegens mitzuteilen.

Aus diesem Grund legte die Linke-Grüne-Fraktion einen Prüfantrag zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung im Internet vor, der mit deutlicher Mehrheit - 35 Zustimmungen - bei vier Ablehnungen beschlossen wurde. Somit wurde die Verwaltung beauftragt, eine Onlineplattform zur Bürgerbeteiligung bis zum 30. Juni dieses Jahres auf der Stadtseite Stendal einzurichten.

Bearbeitungsstatus soll gezeigt werden

Ziel sei es, bei Beschwerden, Fragen und Hinweisen auf Missstände und Defizite von Bürgern den sogenannten Bearbeitungsstatus sichtbar darzustellen. Außerdem soll durch Informationen zu Planungen und Projekten in der Hansestadt Stendal auf der Plattform, das Interesse und die Mitwirkung der Bürger geweckt werden. Als positive Beispiele führte die Fraktion die Städte Offenbach und Gießen an, die solche Onlineplattformen für eine Bürgerbeteiligung erfolgreich betreiben würden.