Einkaufstempel

Projektentwickler plant auf altem Gymnasiums-Komplex in Tangerhütte zwei neue Märkte mit 1800 und 1200 Quadratmetern

Auf dem hinteren Teil des ehemaligen Gymnasiums in Tangerhütte will Projektentwickler Mirko Fiedler gleich zwei moderne und richtig große Einkaufstempel schaffen. Noch stehe nicht fest, welche Handelskette sich dort ansiedeln werde, erklärte Fiedler jetzt im Tangerhütter Ortschaftsrat.

Von Birgit Schulze
Der Teil des Gymnaisum-Areals an der Otto-Nuschke-Straße, auf dem bis heute die Turnhalle steht, soll künftig großflächige Einkaufsmärkte beherbergen.
Der Teil des Gymnaisum-Areals an der Otto-Nuschke-Straße, auf dem bis heute die Turnhalle steht, soll künftig großflächige Einkaufsmärkte beherbergen. Foto: Birgit Schulze

Tangerhütte - Eines machte Mirko Fiedler von der „Convex RED“ aus Bernburg gleich zu Beginn seiner Vorstellung klar: Tangerhüttes Einkaufsmärkte gehörten zu den älteren Modellen, vor allem das Einkaufsgebiet im Neustädter Ring (Edeka) sei ein „sehr alter Standort“. Er erklärte, dass die bis zu 800 Quadratmeter großen Einkaufsmärkte, die seit der Wende gebaut worden waren, nicht mehr zu vergleichen seien mit dem, wie heute moderne Märkte angelegt werden.

Mindestens 1000 Quadratmeter, breite Gänge, niedrige Regale, lange, gut einsehbare Backstrecken sowie große Parkflächen mit Raum auch mal für Wohnmobile, um entspannt einkaufen zu können, beschrieb er im Rahmen seiner Vorstellung im Tangerhütter Ortschaftsrat. Er sprach von Vollsortimentern mit „Drumherum“, wie Spielplatz, Café und mehr.

Gleich zwei große, neue Märkte sollen entstehen

Derart moderne Märkte soll es nach seinen Plänen schon bald auch in Tangerhütte geben. Fiedler plant auf etwa 16 765 Quadratmetern des inzwischen privatisierten Areals „Altmärkisches Gymnasiums“ in Tangerhütte – im hinteren Bereich, wo die alte Turnhalle steht – gleich zwei Märkte neu zu bauen.

Im Ortschaftsrat sprach er von einem Markt mit 1800 Quadratmetern und einem weiteren mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche, für die es bereits Nachfrage gebe. Weil es auch im Ortschaftsrat Fragen nach den Altstandorten und dem Umgang mit den bisherigen Angestellten bisheriger Märkte gab, erklärte Fiedler: „Die Entscheidung, welches Unternehmen welchen Standort aufgibt, treffe nicht ich“. Aktuell verhandele er mit verschiedenen Interessenten.

Projektentwickler kann bisher keine Namen nennen

Er betonte, dass Tangerhütte über das Interesse der großen Handelsketten froh sein könne. Erst wenn es einen Beschluss des Stadtrates zur Änderung des Flächennutzungsplanes gebe, sollen konkrete Vereinbarungen getroffen werden und erst dann könne man auch über konkrete Namen sprechen. Bis dahin ist noch einiges zu organisieren, so müssen verschiedene Gutachten zum Schall und eventuell zur Verkehrsführung erfolgen und die Bauleitplanung angeschoben werden. Darüber informierte Planerin Elke Rösicke von der Stadt- und Land-Planungsgesellschaft.

Die Kosten für Gutachten und Bauleitplanung übernimmt der Vorhabensträger. Zunächst aber brauche es Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplanes, bisher ist der Bereich als Wohnbaufläche ausgewiesen . Beiden stimmte der Ortschaftsrat jeweils mit fünf Ja- und einer Nein-Stimme bei zwei Enthaltungen zu. Am 23. Juni soll das Ganze im Stadtrat behandelt werden. Für den vorderen Teil des insgesamt 27 000 Quadratmeter großen Gymnasium-Areals gibt es von Seiten des Eigentümers (einer Immobiliengesellschaft mit Sitz in Burgstall) noch keine konkreten Aussagen zur weiteren Nutzung. Angedacht waren altengerechte Wohnungen, ob dafür das alte Schulgebäude in Frage kommt oder nicht, ist bislang offen.