Stendal l Partystimmung bis weit nach Mitternacht. Drei Tage lang haben rund 20.000 Besucher dafür gesorgt, dass zum 52. Rolandfest auf Plätzen und Straßen im Zentrum der Hansestadt eine tolle Stimmung herrschte.

Sachsen-Anhalt-Tag 2022

Stendal hat sich warmgefeiert. „Im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) gegenüber der Volksstimme. Und nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen, die vor allem am Freitag und Sonnabend vorherrschten. In aller Munde war das Großereignis , auf das Schmotz bei seiner offiziellen Begrüßung hingewiesen hatte. „Noch dreimal feiern wir hier unser Rolandfest allein.“ Dann, 2022 in Verbindung mit dem Landesfest, „denn Stendal ist Ausrichtung des nächsten Sachsen-Anhalt-Tages“, sagt der Oberbürgermeister und gibt unumwunden zu: „Darauf freue ich mich.“

Und scheinbar mit ihm vielen Besucher. Man hatte seine liebe Mühe, vor allem bei den Abendveranstaltungen, von einem zum anderen Ende des Festareals zu gelangen. Zwischen Winckelmann-Platz über Markt bis hin zum Spertlingsberg wurde ausgelassen und fröhlich Party gefeiert - und das alles bei freiem Eintritt. Dafür bedankte sich Schmotz bei allen Sponsoren mit den Hauptakteuren wie Volksbank, Altmark-Hausgeräte, Johanniter, Medimax, Exakt Autoglas und Stendaler Wohnungsbaugesellschaft an der Spitze.

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Rund 77.000 Euro habe die Stadt in die 52. Festauflage investiert, sagt Matthias Neumann, der als Eventmanager im Rathaus tätig ist und gemeinsam mit Partnern wie die Musikerfabrik für die Programmgestaltung verantwortlich war. Gemessen an der Stimmung – durchaus wieder gelungen.

52. Rolandfest

Stendal (ru) l Ausgelassen und fröhlich feiern rund 20.000 Besucher das Rolandfest in Stendal. Die Hansestadt richtet 2022 den Sachsen-Anhalt-Tag aus.

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  • Zum Auftakt rockt die Berliner Band Stella den Marktplatz. Foto: Regina Urbat

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  • Mittelalterliche Zauberwelten auf dem Winckelmann-Platz. Foto: Regina Urbat

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  • Es geht rund auf dem Rolandfest. Foto: Regina Urbat

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  • Bigband der Musik- und Kunstschule Stendal unter der Leitung von Benjamin Ulrich. Foto: Regina Urbat

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  • Eröffnung mit, von rechts: Stadtpatron Roland, alias Andreas Messing, Oberbürgermeister Klaus Schmotz, Lemgos Vizebürgermeisterin Veronika Sauerländer und Pawel May, Bürgermeister der polnischen Partnerstadt Pulawy. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Für einen echt coolen Ausklang Freitagnacht sorgen die BeatBrothers. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Nobody Knows erweist sich als Publikumsliebling. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Nobody-Knows-Frontman Max Heckel lässt sich auf die Bühne tragen. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Fans auf dem Sperlingsberg. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Tick2Loud mit Felix Hünemöller,  Lea Charlott Hoffmann, Friedemann Otto, Andreas Wedel, Dustin Saitzek, Fabian Januszewski und Jan Düwel. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Marcus startet die ultimativen NDW-Party.  Foto: Gerhard Draschowski

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  • NDW-Star Marcus.  Foto: Gerhard Draschowski

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  • Tanzshow mit Tanzverein Popcorn unter Leitung von Elfi Baumann. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Die Rogätzer Drumline ziehen durch die Innenstadt. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Wer hoch hinaus will, nutzt das Bungee-Springen auf den Trampolins.	Foto: Gerhard Draschowski

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  • Frühschoppen mit den Stendaler Stadtmusikanten. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Bikergottesdienst mit Superintendent Michael Kleemann und dem Gospelchor der Musikerfabrik. Foto: Gerhard Draschowski

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  • 3. Rolandfrühstück. Foto: Gerhard Draschowski

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  • Tabaluga lässt grüßen - die Peter- Maffay-Show. Foto: Regina Urbat

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  • Tolle Werbung für den Strongmansport, hier Matthias Hörig aus Stendal. Foto: Regina Urbat

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  • Der Boxclub Stendal richtete ein Turnier um den Roland-Pokal aus.  Foto: Regina Urbat

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  • Leidenschaft und viel Gefühl - die Tanzshow mit TV Popcorn aus Stendal unter Leitung von Elfi Baumann. Foto: Regina Urbat

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  • Angebracht bei der Sonne satt: ein Regenschirm als Sonnenschutz. Foto: Regina Urbat

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  • Das Cocolorus-Theater mit dem Märchenspiel Rumpelstilzchen. Foto: Regina Urbat

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  • Eventmanager Matthias Neumann trägt Hut. „Um bei der Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren.“ .Foto: Regina Urbat

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  • Fans auf dem Sperlingsberg. Foto: Gerhard Draschowski

    Fans auf dem Sperlingsberg. Foto: Gerhard Draschowski

  • Ausklang. Foto: Regina Urbat

    Ausklang. Foto: Regina Urbat

Babys im Rathaus gestillt

Waren es die Lokalmatadoren wie Tick2Loud und vor allem Nobody Knows, die am Eröffnungstag den Sperlingsberg rockten und eine begeisterte Fankulisse hinter sich hatten, so gab Stella auf der Hauptbühne eine Liebeserklärung an die Hansestadt ab. Die Frauen der Berliner Band, drei von ihnen seit dem Vorjahr junge Mütter, waren mit Kind und Kegel gekommen. „Wir haben im Rathaussaal unsere Babys stillen dürfen“, verrät die Frontfrau und lobte den Service der Veranstaltungscrew.

Ein Loblieb gab es am Sonnabend von Markus. Der Neue-Deutsche-Welle-Star war zum ersten Mal in der Hansestadt und aufgeregt. „Weiß ja nicht, wie die drauf sind“, sagte er, betrat die Bühne, brüllte „Hallo, Stendal“ ins Mikrofon und bekam prompt die Antwort. Unter Jubel sang er „Schön, schön, einfach nur schön“. Und so schön ging die NDW-Party weiter, während auf dem Winckelmannplatz Cocolurus mit Musik, Feuershow ihre Fangemeinschaft hatte.

Prost auf Gemütlichkeit

Ungeachtet der Musik, vor und hinter ihm, legte DJ Wolf Weber seine Platten auf. Der fast 70-Jährige genoss die Atmosphäre sichtlich. „Hier wird noch richtig Volksfest gefeiert. Von solchen gibt es nicht mehr all zu viele“, so der musikbegeisterte Rentner aus Barleben.

Mit Blasmusik von den Stendaler Musikanten, barenstärker Musi von der Lederhosen-Band Ziach‘o aus Bayern, gepaart mit der Tanzshow KTSC „Treuer Husar“ aus Heeren klang der Sonntag auf dem Marktplatz aus. Auf dem Sperlingsberg und Winckelmann-Platz ging es zwar ruhiger als die Festtage zuvor zu, doch Abstriche an Unterhaltung, Spiel und Spaß gab es nicht. Mit einer Mischung aus Folk und Ska begeisterte „Ach du lieber Augustin“ - eine Band aus der Altmark. Zuvor nutzte der musikalische Nachwuchs aus Stendal und Umgebung die Bühne auf dem Sperlingsberg, um sein Können zu präsentieren. Hier wurde erneut deutlich: die Hansestadt hat enorm viel lokales Potenzial und muss um eine würdige Ausrichtung des Landesfestes in drei Jahren nicht fürchten.

Polizei im Einsatz

So ganz ohne Rangelei ist es an den Rolandfesttagen nicht geblieben. Wie die Polizei mitteilte, sei es zu mehren Prügeleien gekommen. Sechs Anzeigen wegen Körperverletzungen wurden erstattet. Die Kontrahenten seien teilweise erheblich alkoholisiert gewesen.

Mehrere Auseinandersetzungen konnten laut Mitteilung durch konsequentes Einschreiten von zusätzlich eingesetzten Polizeikräften, die in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes das Stadtfest begleiteten, verhindert werden. Insgesamt schätzte die Polizei den Veranstaltungsverlauf zum Rolandfest aber als friedlich und störungsfrei ein.