Integration

Salus-Eingliederungshilfe eröffnet Hofladen in Staats

Der neue Hofladen der Salus-Eingliederungshilfe in Staats ist eröffnet. Dort werden Obst, Gemüse, Eier und Deko-Artikel verkauft. Bewohner der Eingliederungshilfe in Uchtspringe freuen sich über Kunden.

Von Leonie Dreier
 Alexandra Klement (links) und Manisa Römermann (Mitte) werden mit der Leiterin Marie Stolle im Hofladen  verkaufen.
Alexandra Klement (links) und Manisa Römermann (Mitte) werden mit der Leiterin Marie Stolle im Hofladen verkaufen. Foto: Leonie Dreier

Staats - Rund 60 Hühner gackern in ihrem Stall auf dem Salus-Landhof in Staats wild durcheinander. Besucher unterhalten sich und essen dabei ein Stück Kuchen. Sie sind zur Eröffnung des neuen Hofladens gekommen, der sich in einem Nebengebäude befindet.

Während der Corona-Zeit nahm die Idee immer mehr Fahrt auf, sagt Regine Giebel, Kaufmännische Leiterin bei Salus. Seit Freitag (11. Juni) können Kunden dort beispielsweise Eier, Kartoffeln, Obst und Gemüse kaufen. Dekoartikel aus Holz, Ton und Stoff kommen aus den Ergotherapie-Werkstätten in Uchtspringe und Gardelegen. Die saisonalen Lebensmittel werden auf dem Landhof von 15 Bewohnern und drei Betreuern der Salus-Eingliederungshilfe in Uchtspringe angebaut und geerntet.

„Die Bewohner sind geistig und seelisch behindert oder zeigen herausforderndes Verhalten“, erklärt Sabine Dutschko, Fachbereichsleiterin der Eingliederungshilfe. Die Bewirtschaftung des rund 3500 Quadratmeter großen Geländes zielt darauf ab, dass die Bewohner in der Landwirtschaft, Gartenbau und Tierhaltung eine Beschäftigung haben. Die Teilnehmer des Inklusionsprojekts sind zwischen 20 und 50 Jahre alt und kommen aus der ganzen Bundesrepublik. Sie wollen lieber draußen arbeiten, weiß Regine Giebel. Schließlich müssen Hühner, Enten und Kaninchen täglich versorgt werden.

Salus-Eingliederungshilfe: Corona fordert viele Entbehrungen

Der Hofladen soll nicht nur die Wertschätzung für die Bewohner zeigen, sondern auch das Projekt in der Gesellschaft sichtbar und bekannt werden lassen. „Wir müssen uns nicht verstecken“, untermauert Sabine Dutschko. Die Bewohner sind froh darüber, dass der Hofladen endlich an den Start geht. „Alle blühen auf und die Freude kommt zurück“, stellt die Kaufmännische Leiterin mit einem Lächeln auf den Lippen fest. Denn die Corona-Zeit hat viele Entbehrungen abverlangt.

Die 19-jährige Alexandra Klement und die 31-jährige Manisa Römermann sind stolz auf den kleinen Laden und arbeiten gern auf dem Hof. „Ich putze die Eier“, antwortet Manisa Römermann. Alexandra Klement arbeitet überall mit. Die Einnahmen fließen in die Bewirtschaftung des Hofes sowie an die Bewohner.

Salus-Eingliederungshilfe: Sonntagscafé im Juli in Uchtspringe

Die Verantwortlichen des Hofladens sind positiv gestimmt und haben Pläne für die kommenden Monate. Im Herbst, zu Weihnachten und Ostern wollen sie saisonale Nachmittage auf dem Hof ins Leben rufen. Für den 13. Juli planen Sabine Dutschko und Regine Giebel nach langer Zeit wieder ein Sonntagscafé in Uchtspringe.

Der Hofladen in der Staatser Dorfstraße 19 in Stendal (Ortsteil Staats) ist montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr geöffnet.