Corona-Maßnahmen

Schulen in Stendal warten auf Regeln zur Umsetzung der Corona-Testpflicht

Von Leonie Dreier

Stendal. Die Schulen in Stendal warteten Donnerstagmittag (8. April) noch auf den Erlass des Bildungsministeriums Sachsen-Anhalt. Er soll regeln, wie die Testpflicht an Schulen ab kommenden Montag, 12. April, umgesetzt werden soll. Denn in dieser Woche verkündete das Ministerium, dass die bisherigen freiwilligen Corona-Selbsttests nun für Kinder, Lehrer und andere Mitarbeiter verpflichtend sein sollen. Offizielle Ergebnisse eines Testzentrums werden ebenfalls anerkannt.

Erst wenn der Erlass veröffentlicht sei, würden die Grundschule „Am Stadtsee“ in Stendal tiefer in die Planungen einsteigen, sagt die Schulleiterin Silke Kahrstedt. Das bestätigen auch die Schulleitungen der Ganztagsgrundschule „Astrid Lindgren“, der Sekundarschule Komarow und der Berufsschule. Bis zur Veröffentlichung der neuen Vorgaben testen die Schulen weiterhin auf freiwilliger Basis vor Ort. Durch den Erlass könnte jedoch die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Schüler sich auch zu Hause testen könnten, so Kahrstedt.

Eltern könnten Corona-Selbsttests abholen können

Das benötige aber eine aufwendige Organisation, weil die Eltern die Tests in der Schule abholen müssten. Die Kinder dürften die Tests nicht mit nach Hause nehmen, weil sie aus Chemikalien bestehen erklärt Petra Richter, Schulleiterin der Ganztagsschule „Astrid Lindgren“. Auch Christiane Bloch, Leiterin der Sekundarschule Komarow würde die Tests lieber weiterhin in der Schule durchführen lassen. „Tests sind schon genügend da“, gibt sie an.

Die Pädagogin geht außerdem davon aus, dass Kinder, die sich nicht testen lassen wollen, zu Hause lernen müssen. Doch bisher hat Bloch keine Meldung der Eltern bekommen, dass sich ihre Kinder nicht verpflichtend testen sollen.