Stendal l Die Altmark Oase war eines der ersten Schwimmbäder der Region, das Anfang Juni wieder geöffnet hat. Die Bilanz nach drei Monaten mit umfangreichem Hygiene-Konzept: Der Betrieb ist wieder gut angelaufen, die Hauptsaison beginnt aber jetzt erst.

„Die Nachfrage war da und unser Hygiene-Konzept konnte in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt praktisch umgesetzt werden“, begründet Altoa-Geschäftsführer Marcus Schreiber die schnelle Öffnung des Freizeitbades. Auch wenn die Stendaler anfangs noch unsicher waren - ein Besuchsansturm blieb aus - haben sich die Zahlen auf immerhin 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingependelt. Laut Schreiber seien es vor allem die älteren Stammgäste, die sich noch nicht wieder ins Freizeitbad trauen. Er freut sich aber über die positive Resonanz seiner Besucher: „Alle Gäste sind froh, dass wir wieder geöffnet haben. Auch unser Hygiene-Konzept wird gut angenommen, die Besucher halten Abstand.“

Corona-Maßnahmen im Altoa

Um die vom Land vorgeschriebenen Maßnahmen einzuhalten, gelten in der gesamten Altmark Oase Personenobergrenzen. 150 Gäste dürfen sich insgesamt im Badeland aufhalten, 26 sind es in der Saunawelt. Für jedes Becken gelten eigene Grenzen, im Wellenbecken beispielsweise dürfen sich 48 Besucher aufhalten. Wellen gibt es keine, dabei könne der nötige Abstand nicht gesichert werden. Eine Maskenpflicht gilt im Foyer bis zu den Umkleiden. Adresslisten werden im Freizeitbad nicht geführt, die Nachverfolgung ist bei bis zu 150 Besuchern nicht mehr möglich.

Keine Pause nach Ferien

Das Kursangebot läuft wieder an, der Seepferdchen-Schwimmkurs ist bereits ausgebucht. Auch die tägliche Wassergymnastik wird immer besser angenommen.

Ein großes Thema für Marcus Schreiber war das Schulschwimmen, das vor den Ferien noch nicht stattfinden konnte. Gemeinsam mit dem Schulamt wurde nun beschlossen, dass es ab dem 21. September wieder losgehen soll.

Das ist auch möglich, weil die reguläre Pause nach den Sommerferien, in denen das Bad sonst gewartet wird, entfällt. Während der Schließung im Frühling ist die Altmark Oase wieder in Stand gesetzt worden. Der Bade- und Saunabetrieb geht nathlos weiter.

Hochsaison im Herbst

Ab Oktober etwa startet die Hochsaison im Altoa. Dann, wenn normalerweise die meisten Besucher im Freizeitbad planschen, wird Schreiber vor eine Herausforderung gestellt. „Sobald das Außenbecken wegfällt, müssen wir auch die Obergrenze für Besucher senken. Dabei ist gerade der Winter die Hauptsaison für uns“, gibt der 48-jährige Altoa-Chef zu bedenken.

Wann das Außenbecken, in dem sich derzeit bis zu 52 Personen aufhalten dürfen, geschlossen wird, hängt von den Temperaturen ab. Schreiber schaut trotz allem zuversichtlich auf die kommende Saison: „Es ist schwierig, aber machbar. Eine Alternative gibt es sowieso nicht.“