Studierendenverein

Studierendenverein in Stendal möchte mit eigenem Garten eine Abwechslung zu Online-Angeboten schaffen

Mit einem eigenen Garten wollen sich die Mitglieder des Stuve von der Pandemie ablenken und sich regional versorgen.

Von Leon Zeitz
Neben dem Toilettenhäuschen wurde von den Studierenden auch ein Zaun gebaut und zwei Beete angelegt.
Neben dem Toilettenhäuschen wurde von den Studierenden auch ein Zaun gebaut und zwei Beete angelegt. Foto: Leon Zeitz

Stendal - Einen Zaun gebaut, zwei Beete angelegt, ein eigenes Toilettenhäuschen aufgestellt und den Weg ausgebessert. Einiges hat sich im Garten des Studierendenvereins (Stuve) in Stendal schon getan.

Seit Anfang 2020 hat der Stuve den Kleingarten in der Heerener Straße angemietet. „Wir hatten überlegt, was man den Studierenden noch bieten kann“, sagt der 28-jährige Marvin. „Wir wollten weg vom Digitalen.“ Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins möchten mit dem Garten ein Angebot für alle schaffen, bei dem vor allem der Spaß und das gemeinsame Arbeiten an der frischen Luft im Vordergrund stehen. „Es soll sich langsam entwickeln und von den Ideen der Mitglieder leben“, erklärt er.

Einige neue Projekte seien auch schon in Überlegung, wie der Bau einer Kräuterschnecke und einer Wasserpumpe oder das Anpflanzen von sich gegenseitig positiv beeinflussenden Pflanzen. Es gab auch schon Veranstaltungen. So wurde im Herbst des vergangenen Jahres vom Stuve zum Kürbisschnitzen im Garten eingeladen, so Marvin.

Gemeinsame Zeit im Grünen steht im Vordergrund

Der Master-Student für Rehapsychologie ist gern körperlich aktiv und findet, dass der Garten den Zeitgeist trifft. „Heutzutage ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema und viele junge Leute wollen sich regional versorgen.“ Die 17 Mitglieder der Garten-Gruppe konnten auch schon selbst Birnen und Kirschen ernten. Diese dürfen den Garten auch uneingeschränkt nutzen. Zurzeit kostet dies zwei Euro, doch sei die kostenpflichtige Mitgliedschaft nur eine Übergangslösung, so Marvin. „Normalerweise finanzieren wir uns über unsere Einnahmen von Partys, doch sind diese angesichts der Lage nicht möglich.“ Das Verkaufen von selbstangebauten Obst oder Gemüse kommt für den Stuve jedoch nicht in Frage, da das gemeinsame Gärtnern und nicht Profit im Vordergrund stehen soll.

Die jungen Gärtner wurden gut von den Nachbarn aufgenommen und da es noch viel zu tun gibt, freut sich der Stuve auf neue Mitglieder und auf die warmen Sommertage. Dann würde er gerne, wenn es die Verordnungen zulassen, auch Grillabende veranstalten.