Stendal l Was in der Oper als Accessoire in den hinteren Reihen dazugehört, könnte demnächst auch bei einigen Vorstellungen des Theaters der Altmark vonnöten sein: ein Fernglas. Das jedenfalls fiel Intendant Wolf E. Rahlfs leicht fatalistisch-humorig auf, als er am Mittwochmorgen den Blick von vorn in die Runde der kompletten TdA-Belegschaft schweifen ließ.

In der riesigen Lagerhalle – einer Ausweichbetriebsstätte des TdA während der Sanierungsarbeiten – saßen die 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter samt Schauspiel­ensemble auf coronaabstandsgestellten Stühlen, was sich entsprechend nach hinten hin zog. „In der Marienkirche wird das dann wohl auch so aussehen“, mutmaßte Rahlfs, der dort am 12. September mit „Judas“ die erste Premiere inszeniert.

Von Judas zum Känguru

Obschon Corona derzeit alles Handeln bestimmt, kommen Theatergänger zumindest inhaltlich bei allen anstehenden Premierenstücken doch auf andere Gedanken: Da legt also zunächst Judas ein Bekenntnis ab, stellt sich alsdann ein kunterbuntes Tierchen die Frage, wer oder was es eigentlich ist, behauptet des Weiteren ein schwarzhumoriger Liederabend, dass im Theater ja nichts los sei, und nervt schließlich ein kommunistisches, schnapspralinensüchtiges Känguru seinen Mitbewohner.

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