Stendal  l Manchmal entwickelt sich sogar an einem tristen Novembertag Vorfreude auf den Frühling. Nämlich wenn die Vorboten dieser Jahreszeit im Boden versinken und damit das Versprechen abgeben, dass die Welt in knapp fünf Monaten wieder etwas bunter ist.

Fast 6000 Tulpen, Hyazinthen und Narzissen haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs am Anfang dieser Woche gepflanzt. In der Vergangenheit erfreuten sich die bunten Blumenbeete auf der Fläche bei vielen Stendalern großer Beliebtheit. Schwerpunkt der Aktion war die zum August-Bebel-Park gehörende Grünfläche hinter der Diesterwegschule. Sechs neue Beete wurden dort in Dreiecksform auf dem Hang des Ostwalls angelegt.

Blumen zeigen Springbrunnen

In Anlehnung an einen Springbrunnen, der dort in der Vergangenheit einmal stand, entstand außerdem die Idee, ein Rondell anzulegen. Dort sind Krokusse gesät worden. Denn die werden, eine Reminiszenz an das Wasser des Brunnens, das Rondell blau färben.

Unterstützung erhielten die Bauhof-Mitarbeiter aus den Niederlanden. Eine spezielle Aussaatmaschine beschleunigte die Arbeit enorm. Zuvor war diese Dienstleistung ausgeschrieben worden. Wie von Geisterhand gesteuert, fielen die Setzlinge in das vorher angelegte Beet. Das erinnerte ein wenig an ein Förderband, so präzise wurden die Frühblüher gesetzt. Am Hang des Walls mussten die Bauhof-Mitarbeiter hingegen selbst Hand anlegen und tiefe Löcher in den Boden bohren. Eine durchaus schweißtreibende Tätigkeit.

Neben dem August-Bebel-Park wurde auch in der Nähe der Ganztagsgrundschule an der Goethestraße und an der Arneburger Straße gepflanzt.