Seehausen l Mit dem Wegzug der Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Wanzleben-Börde von Seehausen nach Klein Wanzleben, standen die vormals genutzten Räume im Gebäudekomplex der Feuerwehr an der Ringstraße leer. Die Stadt hatte dem Bauhof eine neue Struktur gegeben und alle Arbeitskräfte am Standort im Zuckerdorf zentralisiert. Um die Nachnutzung der Räume in Seehausen gab es ein Monate langes Tauziehen.

„Jetzt steht fest, wie die Räume in Zukunft genutzt werden“, sagte Seehausens Ortsbürgermeister Eckhard Jockisch (Freie Wähler) nach einer Beratung von Vertretern der örtlichen Vereine mit Kai Pluntke, Leiter des Ordnungsamtes der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde. Wie Jockisch berichtete, soll der große Raum zukünftig vom DRK-Ortsverein Seehausen mit seiner Begegnungsstätte genutzt werden. Das DRK hat zurzeit sein Domizil im alten Seehäuser Rathaus am Marktplatz und nutzt dort Räume im oberen Stockwerk. Es sei für die ältere Generation nicht immer leicht, die obere Etage über die Treppe zu erreichen, verdeutlichte Jockisch. Deshalb sei die Nutzung des Raums im Feuerwehr-Gebäudekomplex, der ebenerdig zu erreichen sei, auch mit Blick auf den demografischen Wandel in der Bevölkerungsstruktur ein großer Vorteil. Bevor das DRK jedoch den Raum mit seiner Begegnungsstätte nutzen könne, müsse ihn die Stadt Wanzleben-Börde noch renovieren. Eckhard Jockisch sprach von etwa 5000 Euro, die die Stadt dafür investieren wolle. Was nach dem Auszug des DRK-Ortsvereins mit dem alten Seehäuser Rathaus passiere, sei noch nicht klar. Es sei Eigentum der Kommune und könne von der Stadt Wanzleben womöglich an einen Interessenten verkauft werden.

Wie Jockisch sagte, nahmen an der Beratung mit Wanzlebens Ordnungsamtsleiter Kai Pluntke fast alle Mitglieder des Seehäuser Ortschaftsrates sowie Vertreter des DRK-Ortsvereins, des Heimatvereins, der Feuerwehr sowie des Feuerwehr-Fördervereins teil. Sie einigten sich weiterhin darauf, dass die anderen Räume in Zukunft von der Feuerwehr und dem Feuerwehr-Förderverein genutzt werden sollen. „Die jetzt gefundene Lösung ist in Ordnung. Obwohl ich mich immer noch nicht damit anfreunden kann, dass die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes von Seehausen nach Klein Wanzleben abgezogen wurden“, sagte Jockisch. Ob die Vereine die Flächen unter einem Schleppdach auf dem Hof des Feuerwehrgerätehauses für Freiluftveranstaltungen nutzen werden, sei noch nicht raus. „Soweit sind wir in den Verhandlungen noch nicht“, verdeutlichte Jockisch.

Mit der nunmehr gefundenen Lösung sei auch die Variante vom Tisch, dass die Räume von einer Rettungswache genutzt werden könnten. Diese Variante war von der Stadt Wanzleben ins Spiel gebracht wurden, da Anbieter von Rettungsdiensten nach einem geeigneten Standort in Seehausen suchten. Hintergrund war, dass der Landkreis Börde den Rettungsdienst neu ausgeschrieben und die Zuschnitte der Territorien, die von den Anbietern zu versorgen sind, verändert hatte. Was wiederum die Einrichtung einer neuen Rettungswache in Seehausen nötig machte. Der Kreistag hat mittlerweile entschieden, der Krankentransport und Rettungsdienst Ackermann GmbH Bottmersdorf den Zuschlag für den Rettungsdienst in diesem Teil des Landkreises Börde zu erteilen. Die Firma betreibt bereits Rettungswachen in Bottmersdorf in der Stadt Wanzleben-Börde und in Osterweddingen in der Einheitsgemeinde Sülzetal. Wo Ackermann die Rettungswache in Seehausen einrichten wird, ist noch unklar.