Klein Wanzleben

Autor Klaus Bunzel stellt sein neues Buch vor

Autor Klaus Bunzel aus Klein Wanzleben präsentiert im September sein neues Buch, welches sich mit einem Großfeuer in zwei Speichern für Zuckerrübensamen im Jahr 1959 und den nachfolgenden Ermittlungen in Klein Wanzleben beschäftigt. Es liest sich wie ein Krimi, zudem wurde nie ein offizielles Ermittlungsergebnis veröffentlicht.

Von Christian Besecke 06.08.2021, 10:52 • Aktualisiert: 06.08.2021, 11:44
Klaus Bunzel aus Klein Wanzleben.
Klaus Bunzel aus Klein Wanzleben. Foto: Christian Besecke

Klein Wanzleben - Sechs Fotobüchern – in Zusammenarbeit mit verschiedenen Autoren – hat Klaus Bunzel schon veröffentlicht. Jetzt bringt er sein erstes eigenes Buch heraus, mit dem Titel „Großfeuer vom 31. 12. 59 in der Deutschen Saatgut Gesellschaft (DSG) für Zuckerrübensamen Klein Wanzleben, Speicher XIII und Speicher XIV“. Der Titel mag auf den ersten Blick etwas sperrig sein, beinhaltet aber die kompletten Ermittlungen, die seinerzeit in der DDR angestellt worden sind. Die Sache ist nämlich eine Kriminalgeschichte für sich und es ist nie eine offizielle Veröffentlichung der Ermittlungsergebnisse erfolgt.

Selbst im Bundesarchiv ist das Ergebnis der Brandursachenermittlung nicht mehr auffindbar, so jedenfalls lautet eine Mitteilung, die Klaus Bunzel von dort bekommen hat. Der Autor selber mag das nicht glauben. Er zieht in seinem Werk auch ein ganz persönliches Fazit und hat neben anderen Dokumenten auch dieses Schreiben in sein Buch aufgenommen. Das Werk wird Klaus Bunzel am Freitag, 10. September, um 17 Uhr erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Das geschieht in der evangelischen Kirche St. Johannis und das Interesse ist riesengroß, denn der Autor ist nicht zum ersten Mal hier zu Gast. Er hat schon andere seiner Werke hier präsentiert und das vor einem großen Publikum.

„Das Interesse der Menschen war überhaupt der Grund, warum ich in die Kirche gekommen bin“, sagt der Klein Wanzleber. „Hier gibt es genügend Plätze.“ Bunzel hat mit Vorträgen im Klein Wanzleber „Casino“ begonnen, aber irgendwann reichte der Raum nicht mehr aus, um die Besucher alle aufnehmen zu können.

Dabei begann alles im Jahr 2012 mit einer Fotoausstellung, die in der Kirche und im Rathaus gezeigt wurde. Dazu zeigte der Autor Lichtbildervorträge. Der begeisterte Hobbyfotograf begann zu dieser Zeit, seine Aufnahmen zu digitalisieren. Dabei kamen ihm auch die Aufnahmen von der Sanierung des Kirchturm in die Hände, diese sollte der Kirchengemeinde zugänglich machen, was er gern übernehmen wollte. „Dann sah ich aber die fliegenden Blätter und dachte mir, dass das doch besser gehen könnte“, sagt Klaus Bunzel. Und schon kam der Gedanke an einem Fotobuch auf. Umgesetzt hat er die Idee zu seinem Erstlingswerk dann mit Bernhard Schiefler im Jahr 2014. Die Resonanz war groß und die Bücher gingen – wie auch dieses Mal – weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. „Vornehmlich interessieren sich die Einwohner aus Klein Wanzleben dafür“, sagt Bunzel.

Das ist auch kein Wunder, beschäftigt sich doch der Autor als Heimatforscher mit der jüngeren Geschichte in dem Zuckerdorf. Das ist oft eine Zeitspanne, die die älteren Einwohner noch selber mit erlebt haben. So stellt er in Vorträgen das Leben und Arbeiten in der Magdeburger Börde Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart auch in Bottmersdorf vor. „Die Resonanz zum Vortrag in dem Ort war so groß, dass ich aus der Bottmersdorfer Gemeinde so viel

Bildmaterial bekommen habe, um gleich zwei Vorträge über Bottmersdorf und seine Einwohner zeigen zu können. Die beiden Vorträge sind bereits seit 2019 fertig, leider hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Bunzel.

Ob Vorträge oder Bücher, der Klein Wanzeleber verdient nichts daran. Die Erlöse werden für gemeinnützige Dinge verwendet. Da kamen über die Jahre schon 5000 Euro zusammen. Auch dieses Mal gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Klein Wanzleben. Die Vergabe der Bücher findet am Abend des Vortrages statt. Vorbestellungen werden berücksichtigt. Die restlichen Bücher laufen über die Bäckerei Groth und Klaus Bunzel, Rabbethges Straße 23. Aufgelegt wurden übrigens erst einmal 175 Stück.