Wanzleben l Mit der Instandsetzung der Innenstadtverbindung An der Bergstraße hat in Wanzleben das Umsetzen einiger größerer Investitionen begonnen. Die Stadt lässt diese Straße für 302.356 Euro sanieren, wovon 201.570 Euro Fördermittel sind. Mit dem Auftrag hat die Stadt die Firma Gebhardt Bau aus Klein Wanzleben betraut.

Straße wurde abgefräst

Bei bestem Wetter sind die Bauleute kräftig dabei, den Auftrag umzusetzen. Sie haben zunächst Teile der Straße abgefräst und den Untergrund frei gelegt. Wie Olaf Küpper, Leiter des Bauamtes der Stadt Wanzleben-Börde, gegenüber der Volksstimme Auskunft gab, sollen die Arbeiten in der Straße bis Ende August dieses Jahres dauern. Wie er weiter sagt, bilde der Straßenbau den Schwerpunkt der Arbeiten. Nach dem Abfräsen der alten Fahrbahndecke wird die Straße wieder neu aufgebaut. In einigen Abschnitten befindet sich im Untergrund eine Betondecke, die erhalten bleibt. Bevor jedoch der eigentliche Straßenbau beginnt, sind noch etliche andere Arbeiten zu erledigen. Dazu gehören die Erneuerung der Abwasserkanalisation und der Hausanschlüsse. Ebenso werden neue Borde aus Granit gesetzt und werden die Gehwege mit grauen Betonsteinen ähnlich wie in der Rosmarienstraße belegt.

Die Vollsperrung durch die Bauarbeiten und die damit verbundene Umleitungsstrecke sorgt indes bei nicht wenigen Autofahrern für Verwirrung. Trotz weit zuvor angebrachter Hinweisschilder versuchen sie von der Lindenpromenade kommend über die Thomas-Münzer-Straße und den Schloßplatz in die Bergstraße zu fahren. Was letztendlich nicht gelingt und sie wenden müssen.

Umleitung ist verwirrend

Die Stadt Wanzleben-Börde hat sich in diesem Jahr trotz Corona-Krise noch etliche Investitionen vorgenommen. Dazu zählen unter anderem der Straßenbau in Dreileben in den Straßen Pförtchen und Enge Straße, die energetische Sanierung der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Hohendodeleben, ein neuer Sanitärtrakt für das Sportlerheim am Börde-Stadion in Wanzleben, die Sanierung der Turnhalle in Seehausen, Straßenbau im Breitscheidring Klein Wanzleben und im Breiten Weg von Seehausen sowie Umbauarbeiten in der Wanzleber Grundschule „An der Burg“.

An der Spitze der Investitionen steht 2020 nach wie vor der Breitbandausbau in der Stadt Wanzleben-Börde. Dafür schlagen etwa 11,72 Millionen Euro zu Buche, wovon 3,58 Millionen Euro aus einer Förderung des Bundes stammen. Den Rest muss die Stadt über Kredite decken.

Satdt ist handlungsfähig

„Mit der Kreditgenehmigung ist die Finanzierung des Breitbandausbaus gewährleistet“, sagt Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos). Die Kommunalaufsicht des Landkreises Börde hat den Haushalt der Stadt für 2020 und das damit verbundene Haushaltskonsolidierungskonzept genehmigt. „Mit der Genehmigung des Haushaltes ist die Handlungsfähigkeit der Stadt hergestellt. Dies allerdings nur bedingt, denn durch die Corona-Krise muss die Stadt daran arbeiten, die Haushaltsansätze nicht auszuschöpfen“, verdeutlicht Kluge.

Glasfasernetz wird tatsächlich gebaut

Der Bau des kommunalen Glasfasernetzes soll demnächst tatsächlich starten. Der erste Spatenstich und damit der symbolträchtige Baubeginn ist für Dienstag, 5. Mai, um 11 Uhr vor dem alten Rathaus in Klein Wanzleben geplant. Wie Thomas Kluge verdeutlicht, liegen für die gesamte Stadt Wanzleben-Börde mehr als 1800 Anmeldungen für das kommunale Glasfasernetz vor. Klein Wanzleben sei für den ersten Spatenstich ausgewählt worden, weil dort mit mehr als 60 Prozent die meisten Haushalte über Vorverträge verfügen würden. „Die Stadt baut ein Glasfasernetz für jeden, der einen solchen Anschluss haben möchte“, verdeutlicht Kluge. Dass das Ziel richtig sei, stehe für ihn außer Frage. Haushalte und Betriebe würden ein leistungsfähiges Glasfasernetz bis ins Haus benötigen. Der Bedarf und die Nutzung würden seiner Ansicht mit Sicherheit zunehmen, wenn die Bagger tatsächlich rollen und der Bau begonnen habe.

Werbung geht weiter

Deshalb werde die Stadt weiterhin für Anschlüsse an ihr kommunales Glasfasernetz werben. Zusammen mit ihrem Partner, der Firma DNS:NET, die das Netz im Auftrag der Stadt betreiben werde. Wenn sich Privatleute und Unternehmen noch rechtzeitig für das Breitbandnetz entscheiden würden, entfielen die Hausanschlusskosten. Falle die Entscheidung zu spät, schlage der Hausanschluss mit mehr als 2000 Euro zu Buche. Anmeldungen sind noch im Rathaus der Stadt Wanzleben-Börde möglich. Oder bei den so genannten Breitband-Engeln, die das Netz vermarkten.