Grundsatzbeschluss

Bis zu 250 Meter hoch: Eilslebens Windriesen werden wachsen

Per Grundsatzbeschluss hat sich der Eilsleber Gemeinderat für das so genannte Repowering des Windparks zwischen Eilsleben, Ovelgünne und Hakenstedt ausgesprochen. Damit geht eine Erweiterung in Richtung Druxberge einher und könnten dort künftig bis zu 250 Meter hohe Windräder errichtet werden.

Von Ronny Schoof
Blick auf den Windpark Eilsleben/Ovelgünne am Ostausläufer Richtung Druxberge. Hier sollen drei neue Windkraftanlagen entstehen. Generell dürfen die DreBlick auf den Windpark Eilsleben/Ovelgünne am Ostausläufer Richtung Druxberge. Hier sollen drei neue Windkraftanlagen entstehen. Generell dürfen die Dreiflügler künftig wohl 250 Meter hoch gebaut werden. Das Dorf im Hintergrund ist Hakenstedt. iflügler künftig wohl 250 Meter hoch gebaut werden.Das Dorf im Hintergrund ist Hakenstedt.
Blick auf den Windpark Eilsleben/Ovelgünne am Ostausläufer Richtung Druxberge. Hier sollen drei neue Windkraftanlagen entstehen. Generell dürfen die DreBlick auf den Windpark Eilsleben/Ovelgünne am Ostausläufer Richtung Druxberge. Hier sollen drei neue Windkraftanlagen entstehen. Generell dürfen die Dreiflügler künftig wohl 250 Meter hoch gebaut werden. Das Dorf im Hintergrund ist Hakenstedt. iflügler künftig wohl 250 Meter hoch gebaut werden.Das Dorf im Hintergrund ist Hakenstedt. Foto: Ronny Schoof

Eilsleben/Druxberge - Unter dem Schlagwort Repowering ist laut Wikipedia „das Ersetzen alter Kraftwerksteile zur Stromerzeugung durch neue Anlagenteile, beispielsweise mit höherem Wirkungsgrad“ zu verstehen, „wobei Teile der schon vorhandenen Anlagen und der Infrastruktur weiterverwendet werden.“ Ebendas ist für den Windpark Eilsleben/Ovelgünne mit seinen derzeit knapp zwei Dutzend Windrädern vorgesehen. In Verbindung mit dem Windpark Hakenstedt (selber Bereich, andere Gemarkung) finden sich auch dem Areal derzeit rund 60 Dreiflügler.

Drei neue Windräder auf Druxberger Gebiet

Mit ihrem jüngst gefassten Beschluss hat die Gemeinde Eilsleben dem Repowering in ihrer Gemarkung grundsätzlich zugestimmt. Im Kern umfasst der Beschluss drei Punkte:

1. Die aktuell mit Windkraftenergieanlagen bebauten Flächen sollen auch in Zukunft für diesen Zweck genutzt werden.

2. Die Gesamthöhe der neuen Anlagen kann bis zu 250 Meter betragen.

3. Die Erweiterung um drei Windenergieanlagen, ebenfalls bis zu 250 Meter hoch, in der Gemarkung Druxberge.

Die Entscheidung im Gemeinderat wurde mehrheitlich mit elf Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme gefällt. „Es ging um einen Grundsatzbeschluss, mit dem wir uns dafür oder dagegen positionieren wollten“, sagt Bürgermeister Manfred Jordan. Es werde allerdings einige Zeit vergehen, ehe die Windriesen über den Eilsleber Feldern rotieren. Jordan: „Das dauert noch Jahre, bis es soweit ist.“

Regionaler Entwicklungsplan gibt den Takt vor

Was daran liegt, dass das Repowering als eines der zulässigen Ziele im neuen Regionalen Entwicklungsplan (REP) formuliert ist – und dieser ist noch nicht in Sack und Tüten, sondern befindet sich in der Beratungs- und Feinschliffphase und liegt bislang lediglich als Entwurf vor. Der REP ist ein komplexes Konstrukt, das in der Hauptverantwortung des Landes Sachsen-Anhalt liegt.

Wie aus der Begründung des Eilsleber Grundsatzbeschlusses hervorgeht, sei in dem REP-Entwurf das Vorranggebiet „Hakenstedt XII“ in seiner Eignung für die Nutzung der Windenergie erweitert worden, so dass sich eine Teilfläche des Windparks Eilsleben/Ovelgünne in diesem Vorranggebiet befindet. Ebenso seien Flächen in der Gemarkung Druxberge einbezogen worden. Genau darauf gründete sich der Ratsbeschluss. Weiter heißt es: „Sofern dieser Entwurf des Regionalen Entwicklungsplanes beschlossen wird, ist damit ein Repowering der Windenergieanlagen in diesem Gebiet zulässig.“

Wichtige Einnahmen für die Kommune

Manfred Jordan hat dem Rat empfohlen, für das Repowering zu stimmen. Er meint: „250 Meter – das ist tatsächlich eine ziemlich große Hausnummer. Aber im Gegenzug wird auch etwa die Hälfte der bestehenden Anlagen zurückgebaut. Letztendlich – und das ist ein entscheidender Faktor, weil es ja immer um Geld geht – bedeutet das weiterhin sichere Einnahmen für die Gemeinde. Und das ist nicht zu verachten, weil es Geld ist, das gut gebraucht wird.“ Pro erzeugter Kilowattstunde könnten demnach 0,2 Cent vom Betreiber an die Kommune gezahlt werden.

Dass dann früher oder später die neuen Strommühlen gen Himmel ragen, daran hat der Bürgermeister keinen Zweifel, zumal bereits „mehrere Anfragen und Angebote von Windanlagenbetreibern“ vorlägen.