Haushalt

Brückenproblem in Völpke gefährdet den Haushalt der Gemeinde

Von Ronny Schoof

Völpke. Grundsätzlich steht die schwarze Null. Völpkes Ergebnishaushalt, der unter anderem Steuern, Personal, Sach- und Dienstleistungen abbildet, weist Erträge und Aufwendungen von jeweils rund zwei Millionen Euro auf. Von der Kämmerei heißt es dazu: „Die Ausgeglichenheit konnte hergestellt werden. Damit erfüllt der Haushalt 2021 die gesetzlichen Anforderungen. Auch in den Folgejahren wird die Ausgeglichenheit der Erträge und Aufwendungen erreicht.“

Etwas anders sieht es beim tatsächlichen Geldfluss, dem Finanzhaushalt (Liquidität und Investitionen) aus. In diesem steht für Völpke 2021 ein negativer Saldo von gut 300 000 Euro. „Das heißt, die zu leistenden Auszahlungen liegen über den zu realisierenden Einzahlungen und können nur aus dem vorhandenen Geldmittelbestand gedeckt werden“, erläutert die Kämmerei im Haushaltsvorbericht. Die Gemeinde verfüge zwar noch über ausreichend Rücklage. An selber Stelle jedoch wird gemahnt: „Werden 2021 alle geplanten Maßnahmen und die Haushaltsausgabereste des Jahres 2020 realisiert, ist damit zu rechnen, dass sich die vorhandenen liquiden Mittel stark reduzieren.“

Drei weitere Brücken ertüchtigen

Über 2021 hinaus müsse dann das Brückenproblem gesondert bedacht werden, weiß auch Bürgermeister Kai Bögelsack: „Das bereitet uns einiges Kopfzerbrechen.“ Prioritär geht es um die die Sanierung der Brücke in der Bahnhofstraße, die mit der Planung in diesem und der Ausführung im nächsten Jahr auf 280.000 Euro taxiert wird. In der Folge müssten noch drei weitere Brücken ertüchtigt werden, wodurch für die Gemeinde an anderer Stelle wichtiges Investitionspotenzial verloren gehe, so Bögelsack.