DRK-Kreisverband Wanzleben

Die Testzentren bleiben weiter in Betrieb

Der DRK-Kreisverband Wanzleben bietet weiterhin seine Testzentren in Wanzleben im Alten Bahnhof und in Eilsleben an. Beide Standorte bleiben damit auch geöffnet. Eine vorherigen Anmeldung der Bürger ist erforderlich.

Von Christian Besecke
Barbara Schürmann (links) testet Carola Erxlebe (beide vom DRK in Wanzleben).
Barbara Schürmann (links) testet Carola Erxlebe (beide vom DRK in Wanzleben). Foto: Hagen Uhlenhaut

Wanzleben - Der Inzidenzwert ist im Landkreis Börde weiter auf Talfahrt und die ersten Anbieter von Teststellen fahren deutschlandweit ihre Angebote herunter oder schließen gar. Der DRK-Kreisverband Wanzleben hält aber an seinem Angebot fest. An beiden Stellen wird weiterhin getestet, das bestätigt Geschäftsführer Guido Fellgiebel.

„Schon allein die Beweggründe des DRK, die Testzentren zu eröffnen, setzen voraus, dass die Versorgung weiter gewährleistet wird“, sagt Fellgiebel. Es habe nämlich seinerzeit Anfragen aus der Bevölkerung und von den Mitgliedern gegeben. Nicht zuletzt die Anfrage des Landkreises verpflichte zur Aufrechterhaltung des Angebots.

„Das sehen nicht nur wir, sondern auch die anderen Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsvereine so“, betont der Geschäftsführer. „Wir alle sind für die Bürger und den Landkreis da.“ Wie das Ganze laufen würde, sei schon im Vorfeld nicht eindeutig abzuschätzen gewesen. Als Zwischenfazit gilt für das DRK in Wanzleben ein Plus-minus-null-Geschäft. „Wir haben auf der Ausgabenseite bislang 13 999 und auf der Einnahmenseite 14 035 Euro stehen“, erläutert der Geschäftsführer. Dabei seien die Investitionen für die Vorleistungen aber noch ausgeklammert. „Im April hatten wir an beiden Standorten 287 Tests, im Mai waren es dann schon 560“, sagt er weiter. „Geordert haben wir 2000 Tests, es sind also noch genug da.“ Schließlich gehe es auch immer um den Bevölkerungsschutz.

Das unterscheidet das DRK und die anderen Verbände auch von jenen Geschäftemachern, die zuletzt als „schwarze Schafe“ in der Presse benannt wurden. „Da ging es um Geldmacherei“, sagt Guido Fellgiebel. Er bringt die ungenügenden gesetzlichen Voraussetzung mit einem einfachen Gleichnis zum Ausdruck. „Was hat denn der Gesetzgeber erwartet, wenn er quasi ein Auto mit offener Tür und einem Bündel Geld auf dem Beifahrersitz einfach so hinstellt“, fragt er.

Bei den Verbänden wie dem DRK seien solche illegalen Handlungsweisen gar nicht möglich. „Wir haben im Vorfeld 22 Mitarbeiter eigens für die Aufgaben vom Landesverband schulen lassen“, beschreibt er. Das hat schon allein 1700 Euro gekostet.“ Dazu kamen noch Ausgaben für die jeweilige Ausgestaltung der Stellen, außerdem müsse das entsprechende Personal bereitstehen.

„Daher testen wir auch weiterhin nur mit vorheriger Anmeldung, um gerade hier die Kosten nicht höher als nötig zu haben“, erklärt Fellgiebel. Jeder Bürger könne sich sicher sein, dass beim DRK und den anderen Wohlfahrtsverbänden ganz andere und geprüfte Standards vorhanden sind.

„Unser Wunsch ist in jedem Fall wie der der Bevölkerung, nämlich das Ganze erst einstellen zu können, weil wirklich kein Bedarf mehr dafür da ist“, schließt der Geschäftsführer seine Ausführungen.

Getestet wird in Wanzleben montags, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr. Im Rot-Kreuz-Zentrum Eisleben geschieht das montags von 10 bis 12 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 12 und 17 bis 19 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr. Sonnabends läuft der Zeitraum von 15 bis 18 Uhr. In jedem Fall ist die telefonische Anmeldung unter der Nummer 039209/63 90 absolut notwendig.