Langenweddingen l Neu ist die AG „Schulsanitätsdienst“ an der Grundschule Langenweddingen nicht. Doch die Viertklässler werden im nächsten Jahr die Schule verlassen. Und in der weisen Voraussicht, den Schulsanitätsdienst auch in weiteren Schuljahren fortzusetzen, rücken nun die Jüngeren aus der dritten Klasse nach.

Dafür waren Heike Astalosch, Kreisleiterin des Jugendrotkreuz im DRK-Kreisverband Wanzleben und Rettungsassistent André Laerz in die Schule gekommen. Er leitet die AG und wird vierzehntägig Luise, Felix, Conner, seiner Tochter Lia, Emma, Amanda, Josi, Kayea und Leni das Einmaleins der Ersten Hilfe spielerisch und anschaulich beibringen. „Ob beim Sportfest, beim Wandertag oder in der Hofpause –  es kann immer etwas passieren. Dann können die Jungen und Mädchen im wahrsten Sinne des Wortes Erste Hilfe leisten“, erklärt der Langenweddinger.

Schüler übernehmen Verantwortung

Nun konnten sich die neuen „Schulsanis“ und ihr Ausbilder erstmals beschnuppern. Doch schon nach wenigen Fragen war André Laerz klar, dass vor ihm ganz engagierte Schüler sitzen, die sich in Sachen Rettungsdienst, Feuerwehren, Polizei und den Notrufnummern schon mal gut auskennen. Heike Astalosch freut sich über die Verstärkung des Schulsanitätsdienstes an der Grundschule Langenweddingen, denn immer weniger Schule haben die Ressourcen für die Absicherung des Schulsanitätsdienstes.

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An bundesdeutschen Schulen ereignen sich jedes Jahr mehr als eine Millionen Schulunfälle. Oft sind die ersten Minuten entscheidend für den Erfolg der Hilfeleistung. Und Sabine Dehnert, Leiterin der Grundschule Langenweddingen, konnte ganz aktuell zwar nicht von einem Unfall aber von einer nötigen Hilfeleistung berichten: „Gerade erst hatten wir einen Schüler mit Nasenbluten“, berichtet sie.

Mehr Sicherheit an Schulen

Bereits seit 2010 gibt es an der Langenweddinger Grundschule den Schulsanitätsdienst, geleitet wird er von der Kooperationslehrerin Marlies Deinert. Schulsanitätsdienst bedeutet schlussendlich mit einer fundierten Ersten-Hilfe-Ausbildung auch ein Zuwachs an Sicherheit an den Schulen.

„Der Schulsanitätsdienst ergänzt nicht nur die Erste-Hilfe. Die Schüler haben ein Auge auf Gefahrenquellen und lernen, im Ernstfall Verantwortung zu übernehmen und überlegt zu handeln. Und die Jungen und Mädchen lernen auch, sich in andere Menschen einzufühlen. Damit tun sie auch etwas für sich, denn sie übernehmen Verantwortung und lernen, damit umzugehen“, erklärt Carolin Sauer vom DRK-Kreisverband Wanzleben.