Wanzleben l Mit dem Einsatzstichwort „Arbeitsunfall mit Gefahrgutaustritt“ im Hinterkopf fuhren elf Wanzleber Feuerwehrleute am Sonnabendmorgen in den Einsatz auf dem Gelände der Westfalen Gas AG. Das Szenario vor Ort, das einige Kameraden mit Unterstützung der Firmenangehörigen für die Übung nachgestellt hatten, wirkte etwas chaotisch.

An einer Stelle hatte ein Gabestaplerfahrer mit der Staplergabel ein Leck in einen Gefahrgutbehälter gerissen und saß nun bewusstlos in seinem Fahrzeug. Zwei weitere Personen waren bei einer Explosion von Gasflaschen verunglückt und lagen teilweise darunter.

Spezialisten im Einsatz

Die Wanzleber Einsatzkräfte sperrten die jeweiligen Gefahrenbereiche ab und kümmerten sich um die Menschenrettung. Da sie aber nicht wussten, um welche Gefahrstoffe es sich handelten, blieb ihnen im Anschluss nur, auf die Spezialkräfte des Fachdienstes ABC des Landkreises Börde zu warten. Die drei Züge dieser Katastrophenschutzeinheit rückten dann aus Osterweddingen, Langenweddingen, Klein Rodensleben, dem Zuckerdorf Klein Wanzleben, Eilsleben und Weferlingen an.

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Noch während der Arbeitsbereich der „ABC-Kräfte“, zu dem unter anderem auch zwei Strecken zur Dekontaminiation der Einsatzkräfte und der Verletzten gehörte, aufgebaut wurde, bekamen zwei der Kameraden die Aufgabe, einen Wanzleber Kameraden zu retten, der bei der Hilfeleistung an den Gasflaschen einen sogenannten Atemschutznotfall erlitten hatte. In diesem Bereich war auch der Zug „Erkunden und Messen“ gefragt, um den unbekannten Gefahrstoff zu ermitteln. Als im zweiten Gefahrenbereich die Salzsäure aus dem leckgeschlagenen in einen „sicheren“ Behälter umgepumpt war, konnten alle Beobachter ein größtenteils positives Fazit ziehen. Aus kleineren Fehlern soll für Ernstfälle in der Zukunft gelernt werden.