Wormsdorf l Dagmar Frederic, Helga Hahnemann, Petra Kusch-Lück, Heinz Rennhack, Karsten Speck oder auch Frank Schöbel; nicht zuletzt Wolfgang Lippert – die Liste der „Kessel Buntes“-Moderatoren ist lang und namhaft. Seit Sonnabend muss in diesem Zuge auch Wolfram Lippert genannt werden. Wie, kennen Sie nicht? Na ja, er wurde eigens für den Wormsdorfer Bühnenkessel kreiert, wie auch so manch andere Zutat der Showpremiere im Anbau. Und so kam es, dass des Wolfgangs kleiner Bruder eigens mit der Schwalbe unversehens in Wormsdorf anlandete, um ein Programm zu moderieren, mit dem die Macher die Messlatte für Künftiges schon sportlich hoch gelegt haben.

Andreas Gödecke war als Wolfram Lippert einer der Hauptbeteiligten im von ihm so bezeichneten „Ingridstadt-Palast“ – eine Anspielung auf DRK-Ortsvereinsvorsitzende Ingrid Siedentopf, die ebenfalls vor und hinter den Kulissen reichlich Strippen einfädelte und zog. Auch nicht ganz unschuldig an Idee, Planung und Realisierung: DRK-Kreisgeschäftsführer Guido Fellgiebel. Er sagte nach dem gelungenen Kesselkonzept: „Wir alle wussten nicht so recht, was auf uns zukommt und wie es beim Publikum ankommt, denn tatsächlich haben wir das Programm nicht ein einziges Mal komplett durchgeübt.“

Das wäre auch schwierig zu realisieren gewesen, da die Beteiligten nicht nur zahlreich, sondern auch örtlich wie alterstechnisch gut gestreut waren, etwa die Tanzgruppe „Caba-red“ aus Ummendorf, die Zirkusakrobaten des DRK-Kinder- und Jugendzentrums Eilsleben, die Eleven aus dem Tanzatelier Druxberge, die vereinseigenen Nachwuchs- und Betreuerkräfte oder auch die alten Hasen vom Wormsdorfer Pfarrhoftheater. „Diese Mischung war toll“, meint Guido Fellgiebel, „und es hätten sogar noch gern mehr Talente und Gruppen mitgemacht, die wir aus Zeitgründen auf ein mögliches nächstes Mal vertrösten mussten.“

Bilder

Auswertung folgt

So werde man „demnächst in Auswertung dieser Veranstaltung im DRK-Ortsvereinsvorstand erörtern, ob wir diese Art von Veranstaltung künftig regelmäßig in den Veranstaltungsplan mit aufnehmen“. Zumindest eine Wiederholung sei laut Fellgiebel denkbar. Und mit Verweis auf den Grundgedanken dieses „Kessel Buntes“-Spektakels nährt er die zweifelsohne von allen Beteiligten gehegte Hoffnung auf mehr als nur eine Zugabe: „Selbstverständlich war es auch ein Anliegen, Talenten unserer Region, gleich welcher Sparte, eine Bühne zu geben und sie damit auch in gewisser Weise zu fördern. Ebenso sollte es ein Beitrag sein, die dörfliche Region kulturell zu bereichern und damit zur Attraktivität unseres Dorfes und der Umgebung beizutragen.“

Die Herausforderung dürfte darin liegen, dem Ganzen immer einen gewissen neuen kreativen Dreh zu verpassen, wie es Fellgiebel, Siedentopf und Gödecke mit ihrem amüsant gefilmten Videoeinspieler zur Einstimmung auf die zweistündige Show exerziert haben. Und das alles ehrenamtlich.