Breitbandausbau

Glasfaser bis ins Haus: Obere Aller hält MDDSL die Treue

Von Ronny Schoof
Glasfaser bis ins Haus (Ausbaustufe FTTH) soll bis 2026 in der Oberen Aller realisiert sein. MDDSL bleibt dabei alleiniger Kooperationspartner der Verbandsgemeinde. Foto: Ronny Schoof

Wefensleben

Als letzte der sieben Obere-Aller-Gemeinden wird sich Wefensleben am heutigen Mittwoch aller Voraussicht nach dafür entscheiden, „den Ausbau einer modernen Telekommunikationsstruktur – Glasfasernetz bis ins Haus (Ausbaustufe FTTH) – durch die MDDSL GmbH“ vornehmen zu lassen. Gleichlautende Beschlüsse haben während der vergangenen Wochen bereits die Ratsgremien in Eilsleben, Harbke, Hötensleben, Sommersdorf, Ummendorf und Völpke passiert, was gleichbedeutend mit der einhelligen Ablehnung des Ausbauangebots der Deutschen Glasfaser Holding GmbH ist.

Angebot der Konkurrenz wird ausgeschlagen

„Richtig, die Deutsche Glasfaser ist damit raus“, bestätigt Thomas Malcher als Projektkoordinator Breitbandausbau im Verwaltungsamt. Er rechne nicht damit, dass der Wefensleber Gemeinderat die Beschlussvorlage ablehnt. Die Verbandsgemeinde Obere Aller hält somit dem bisherigen Kooperationspartner MDDSL geschlossen die Treue – trotz durchaus erheblicher negativer Kritikan dem Unternehmen sowohl aus der Bevölkerung als auch von den Gemeinden selbst.

Die Empfehlung der Verbandsgemeinde, die Zusammenarbeit fortzusetzen, gründet letztlich auf zwei Aspekten: Zum einen spreche die geringere Mindestanschlussquote von 33 Prozent für MDDSL (Deutsche Glasfaser 40 Prozent). Zum anderen setze der nun angestrebte Ausbau (2022 bis 2026) auf die bereits erfolgten Infrastrukturmaßnahmen der MDDSL auf, sprich das Unternehmen nutzt seine vorhandenen technischen Elemente, was weniger Tiefbauarbeiten zur Folge habe.