Volksstimme: Wie sieht ihr allgemeines Fazit für das Jahr 2018 aus?
Jürgen Wichert:
Nun, wir haben eine ganze Reihe von Projekten umgesetzt und auf den Weg gebracht. Besonders hervorzuheben ist ohne Frage das große persönliche Engagement der Bürger, die uns großartig unterstützt haben. Gerade in den Vereinen steht die ehrenamtliche Arbeit in Vordergrund und sie wird mit Leben erfüllt. Ohne diese Hilfe würden wir wohl nicht so gut dastehen. Der kulturelle Aspekt ist für eine Ortschaft auf dem flachen Land einfach wichtig.

Können Sie da einige spezielle Beispiele benennen?
Aber natürlich. Herausheben möchte ich das Engagement der Tischtennisfreunde, die auf dem Saal hervorragende Arbeit geleistet haben und diese auch im Jahr 2019 fortführen. Die Sportler nutzen die Räumlichkeit, das hat sich bewährt, zumal sie bei den Baumaßnahmen gehörig mit anpacken. So wurden Fenster und Türen erneuert. Dazu fielen Malerarbeiten an. Die erhebliche Arbeitsleistung beziffert sich auf über 500 Stunden. Das kann sich mal sehen lassen. In diesem Jahr haben sie sich vorgenommen, die Arbeiten am maroden Fußboden zu beginnen. Wir sind natürlich am weiteren Erhalt unseres Saals sehr interessiert. Erforderliche Arbeiten sehe ich hier am Dach und im Sanitärbereich. Letzterer versprüht noch den Charme der 80-er Jahre. Es herrscht also da noch der DDR-Standard.

In der Kindertagesstätte ist im zurückliegenden Jahr einiges gemacht worden. Wie ist denn da der aktuelle Stand?
Ja, das ist richtig. Unsere „Rentnerbrigade“ hat den Sportraum der Kita in Eigenregie renoviert. Aus dem Einsatz ist ganz schnell eine große Aktion geworden, die dann drei Nebenräume und den Kellereingangsbereich umfasst hat. Tätig waren zehn Rentner und freiwillige Helfer. Alle hatten Spaß bei der Sache und die Kinder hat das natürlich auch sehr gefreut. Hier erwarten wir ja auch die Sanierung der Fassade. Der Denkmalschutz hat zum Dezember 2018 die Vorgaben dafür formuliert, daher ist dieses Projekt auf das neue Jahr verschoben worden. Da muss ich einmal ganz deutlich den Gemeinde-Bürgermeister Thomas Kluge loben. Unter seiner Regie passiert hier endlich etwas und wir sind ganz froh darüber. Seit 2010 haben wir dieses Projekt auf der Tagesordnung und jetzt passiert hier endlich etwas. Für die Zukunft könnte ich mir vorstellen, dass auch die ehemalige Schulküche angegangen wird. Das haben wir seit 2008 auf der Agenda. Bei Veranstaltungen können die Räumlichkeiten dann genutzt werden. In der Kita selber ist es doch recht beengt. Auch die Hortkinder könnten hier unterkommen. Hier über eine Förderung nachzudenken, halte ich für sehr sinnvoll.

Wie steht es um weitere Bauarbeiten in der Ortschaft?
Da gibt es eine lange Liste. Erfreut hat uns die Zusage des Gemeinde-Bürgermeisters, dass jetzt der Gehweg vor der Kirche saniert werden soll. Er ist in einem sehr maroden Zustand. Eine Baumschnittaktion auf dem Friedhof zum Ende des Jahres war notwendig, sie ist Ende 2018 erfolgt. Ich würde mich freuen, wenn hier auch die alten Pappeln endlich entsorgt werden könnten. Es gibt gewiss passendere Baumarten für einen Friedhof. Überhaupt sollte man über eine entsprechendes Neuanpflanzungskonzept nachdenken. Im Eingangsbereich wurde eine neue Doppelflügeltür angebracht. Auf dem Friedhof in Bergen sind die Grüne Wiese und die halbanonyme Anlage neu gestaltet worden. Die Mitarbeiter des Bauhofes, allen voran Jan Flügel, haben sich da ein Lob verdient.

Wie ist es um die Spielplätze in Groß Rodensleben und den Ortsteilen bestellt?
Entstanden sind diese drei im Jahr 2009 durch die Aufwendung von 5000 Euro. Heute werden die Plätze in Bergen und Hemsdorf durch Privatpersonen und engagierte Bürger gepflegt. In Groß Rodensleben liegt die Betreuung eher im Argen, obwohl hier die Mitglieder des Heimatvereins schon einmal aktiv werden.

Wie ist es um das kulturelle im Ort Leben bestellt?
Die Vereine haben viele Veranstaltungen, auch gemeinsam, auf die Beine gestellt, die ein Aushängeschild für Groß Rodensleben waren. Wir bekommen den versprochenen Glasfaseranschluss, so kann ich dann nicht mehr nur mit 384 Kilobyte Geschwindigkeit meine Aufgaben erledigen. Ein Gesundheitskurs, den das DRK anbietet, ist sehr gut angekommen und soll auch fortgeführt werden. Die monatliche Kaffeerunde des Ortsbürgermeisters ist immer gut besucht. Hier besprechen wir Kommunalpolitik und Singen gemeinsam.

Im Frühjahr stehen Kommunalwahlen an, werden Sie nochmals antreten?
Ob ich noch einmal antreten werde, weiß ich noch nicht. Das Familienleben ist doch recht kurz gekommen und auch meine Hobbys. Ich sehe die Bürger ein wenig überfordert, es geht ja dieses Mal um gleich vier Parlamente. Das wird eine Menge Papierkram in der Wahlkabine – 14 Wahlhelfer stellen sich zur Verfügung.