Wanzleben l Mit seinem Votum ist der Finanzausschuss des Stadtrates Wanzleben der Abstimmung gefolgt, die Laufzeit des Vertrages mit dem DRK-Kreisverband Wanzleben über einen Zuschuss für das Kinder- und Jugendzentrum „Tenne“ in der Alten Promenade zu verlängern. Allerdings nur für ein Jahr.

Der DRK-Kreisverband hatte eine Laufzeit von vier Jahren angestrebt, um beim Beantragen von weiteren Fördermitteln die Nachhaltig der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde nachweisen zu können. Der bisherige Vertrag hatte eine Laufzeit von drei Jahren. „Es gibt immer wieder Unsicherheiten bei den Kinder, Jugendlichen, Eltern und Mitarbeitern zum Fortbestand der Tenne, dies führt zu eingeschränkten Weiterentwicklungen und ist alles andere als gut für die Motivation“, sagt Stephan Dill vom DRK-Kreisverband.

Stadtrat hat das letzte Wort

Das letzte Wort über die Vertragsverlängerung haben die Mitglieder des Wanzleber Stadtrates am Donnerstag, 12. Dezember, bei ihrer Sitzung, die von 18 Uhr an im „Sonnensaal“ Seehausen stattfindet. Dann haben die Stadträte darüber zu entscheiden, ob sie den jährlichen Zuschuss für die offene Kinder- und Jugendarbeit in der „Tenne“ von derzeit 19.700 Euro auf 33.700 Euro erhöhen. „Die Mehraufwendungen sind vorrangig durch Einsparungen auf den übrigen Konten der Jugendeinrichtungen und bei allgemeinen Einrichtungen/Kulturhäuser auszugleichen“, heißt es in der vom Stadtrat zu fassenden Beschlussvorlage. „Das betrifft unter anderem die Jugendclubs in Remkersleben und Dreileben“, wie Kai Pluntke, Amtsleiter für Ordnung und Soziales in der Stadtverwaltung Wanzleben, bei der Sitzung des Finanzausschusses sagte.

Diese Einrichtung würden ihren eigentlich angedachten Zweck der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht mehr erfüllen und seien baulich in einem schlechten Zustand. Das Gebäude des Remkersleber Jugendclubs sei bereits verkauft, der Dreileber Jugendclub sei nur eine Baracke mit unzureichenden Möglichkeiten.

Als Begründung für die Steigung des Zuschusses der Stadt Wanzleben-Börde für die „Tenne“ machte Pluntke vornehmlich tarifliche Anpassungen im öffentlichen Dienst verantwortlich, die auch für die beiden Festangestellten der DRK-Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung zutreffen würden. Erhöhe die Stadt ihren Zuschuss an die „Tenne“ nicht, sei nach den Worten von Pluntke die Fortführung der Arbeit in der „Tenne“ mit den Kindern und Jugendlichen der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde fraglich.

Fachkräfte werden mitfinanziert

Zur Durchführung der Kinder- und Jugendarbeit werden zwei durch den Landkreis Börde geförderte Fachkräfte durch die Stadt mitfinanziert. Der aktuelle Nutzungsvertrag läuft zum 31. Dezember aus. Eine Verlängerung unter Anpassung des Zuschusses sei notwendig, heißt es in dem Beschluss. Um in der „Tenne“ dauerhaft und kontinuierlich die personelle und sachliche Ausstattung gewährleisten zu können, sei zum Einen die Anpassung der Gehälter erforderlich, die nicht durch den Landkreis erfolge. Zum Anderen solle auch die Sachausstattung erhöht werden. „Beides zusammen stellt eine Erhöhung von wesentlichem Umfang dar. Verhandlungen zu einer gemäßigten Anpassung hatten kein wesentliches Ergebnis“, sagt der Beschluss, den der Stadtrat fassen will, weiter aus.

Das DRK betreibt die „Tenne“ in Wanzleben seit 2004. In den Gemeinden der Oberen Aller und der Westlichen Börde gibt es ebenfalls Kinder- und Jugendeinrichtungen, die jünger sind. Dort wurde dem Vertrag, wie er auch der Stadt Wanzleben-Börde vorliegt, bereits zugestimmt.