Vereinsleben

Radsportler aus Osterweddingen loben Zusammenarbeit mit Gemeinde

Der Radsportverein Osterweddingen ist ein Aushängeschild für das Sülzetal. Seit ihrer Gründung hat die Gemeinde in den vergangenen 20 Jahren dem RSV immer wieder geholfen, sodass Leistungssport für den Nachwuchs möglich wurde.

Von Udo Mechenich
Fünf Mal die Woche geht Trainer Andreas Kindler mit den Nachwuchsradsportlern des Vereins auf die Straße.
Fünf Mal die Woche geht Trainer Andreas Kindler mit den Nachwuchsradsportlern des Vereins auf die Straße. Foto: Udo Mechenich

Osterweddingen - Zwei Dinge hat sich der Radsportverein Osterweddingen (RSV) auf die Fahnen geschrieben: Den Leistungssport für den Nachwuchs über eine breite Basis an Kindern und Jugendlichen weiter ausbauen und daneben auch Breitensportabteilungen im Nachwuchsbereich und Radtourenfahren sowie Frauengymnastikgruppe und Radwandern fördern. Ziel ist letztlich die Entwicklung von Nachwuchskadern und die erfolgreiche Teilnahme an nationalen und internationalen Meisterschaften.

Untrennbar mit diesen Zielen verbunden ist der Name Siegfried Kindler. Seit über 40 Jahren ist er beim RSV aktiv. „Nachdem ich von der Leichtathletik zum Radsport gewechselt bin, stand mein Entschluss fest, dass ich den Verein so weit bringe, dass hier Leistung entsteht, dass beim Radsport in Osterweddingen etwas passiert.“

In den vergangenen 20 Jahren konnte Kindler sich dabei immer auf die Unterstützung durch die Gemeinde verlassen. „Wir praktizieren eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Rathaus in Osterweddingen. Dies gilt für unsere Radrennen, aber auch für alle anderen Veranstaltungen. Wenn wir Hilfe benötigen, steht uns die Verwaltung der Gemeinde immer zur Seite“, erklärt Präsident Kindler. Dies zeige sich beispielsweise bei der Überlassung von Gebäuden, wie der Werkstatt, dem Büro und dem Lager.

Wichtige Unterstützung

„Genau diese Art der Unterstützung durch die Verwaltung brauchen die Vereine auch“, meint Kindler. „Das Rathaus muss stolz auf die Vereine sein. Sie sind es, die die Kinder von der Straße holen.“ Fast 400 Kinder würden so aktuell sinnvoll im Sülzetal betreut.

Ein Beispiel für diese zukunftsorientierte Betreuung ist das Aushängeschild des Radsportvereins: Pauline Grabosch. Sie wurde 2017 Weltmeisterin für den RSV. „Pauline hat mit zwölf Jahren mit dem Radfahren angefangen und ist nun in Tokio bei den Olympischen Spielen mit dabei“, berichtet Kindler. Solche Erfolge sind der Lohn der konsequenten Betreuung und zielgerichteten Arbeit Kindlers. Im vergangenen Jahr feierte der RSV-Präsident seinen 80. Geburtstag. Zu der Feier erschien auch der ehemalige Verkehrsminister Sachsen-Anhalts, Karl-Heinz Daehre, der in einer Laudatio die Arbeit Kindlers lobte: „Siegfried hat in Osterweddingen etwas aufgebaut, das seinesgleichen sucht. Er hat Osterweddingen in puncto Radsport in ganz Deutschland bekannt gemacht. Er hat gerade in der jüngsten Vergangenheit große Talente zusammen mit seinem Team nach Vorne gebracht. Der RSV hat unter seiner Leitung der Jugend eine Heimat geschaffen, wo sie trainieren kann. Dafür hat er und sein Team viel Kraft und Freizeit investiert.“

Ein Zeichen dieses unermüdlichen Engagements ist die Ausrichtung des Radrennens „Rund in Osterweddingen“. Bei diesem bundesoffenen Rennen in der Gemeinde Sülzetal gehen jährlich viele namhafte Radsportler an den Start. Kindler: „Ich freue mich, dass hier im Sülzetal so immer wieder unsere Radsportler aus dem RSV in guten Starterfeldern zeigen können, was sie sportlich drauf haben. Dass solche Veranstaltungen stattfinden können, verdanken wir der Unterstützung aus Verwaltung und Politik, vielen ehrenamtlichen Helfern und den befreundeten Vereinen.“