Klein Wanzleben l Die Mitglieder des neu gewählten Ortschaftsrates Klein Wanzleben wollten sich zu Beginn ihrer fünfjährigen Amtszeit ein Bild davon machen, welche Aufgaben sie im Zuckerdorf zu bewältigen haben. Die Anregung dazu kam bei der konstituierenden Sitzung von Ortschaftsratsmitglied Olaf Wachsmuth (Bündnis 90/Die Grünen) und wurde von Ortsbürgermeister Knut Freese (FDP) und den anderen Ratsmitgliedern befürwortet.

Der Dorfrundgang führte die Ortschaftsratsmitglieder vom Friedhof, die Mühlenstraße, das geplante Baugebiet Belford und den Mühlenplan. „Es ist gerade an den Straßen noch einiges zu machen. Besonders brennt uns die Erschließung des Wohngebietes Belford unter den Fingernägeln, da hier schon einige Bauwillige Schlange stehen und wir sie gerne bei uns bauen lassen wollen“, verdeutlichte Klein Wanzlebens Ortsbürgermeister Knut Freese. Die Verwaltung der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben plane dafür gerade die Kosten für die Erschließung des Wohngebietes.

Wege in schlechtem Zustand

Auf dem Friedhof bereitete der Zustand der Wege den Mitgliedern des Ortschaftsrates Kopfzerbrechen, schätzte Freese ein. Dort sei es gerade für gehbehinderte Menschen schwierig, die Wege zu passieren. Große Sorge machte dem Ortschaftsrat auch der Zustand des Mühlenplans. Die Fahrbahndecke sei in einem schlechten Zustand, ebenso die Betonplatten auf den Gehwegen. Wie Ortschef Freese sagte, sei der Zustand des Mühlenplans den Verantwortlichen in der Wanzleber Stadtverwaltung bekannt. Die Straße solle auch saniert werden. Der Ausbau solle nach Einschätzung des Ortschaftsrates jedoch erst dann erfolgen, wenn in etwa zwei Jahren die Ganztags- und Gemeinschaftsschule Wanzleben, die die Grundschule des Zuckerdorfes als Ausweichquartier nutzt, nach dem Ende der energetischen Sanierung ihres Gebäudes wieder in die Sarrestadt gezogen sei. Dann sei der Busverkehr zur Grundschule im Mühlenplan wieder wesentlich geringer.

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Erfreut waren die Mitglieder des Ortschaftsrates darüber, dass es mit dem Ausbau des Rudolf-Breitscheid-Rings voran gehe und die Straße wohl im kommenden Jahr ausgebaut werde. „Uns ist die Haushaltssituation sehr bewusst und daher freut es uns, dass die Verwaltung schon einen Großteil der Baustellen in der Planung hat. In den anderen Ortschaften liegen ja auch noch genug Probleme vor“, schätzte Freese ein.

Nach dem Dorfrundgang sahen sich die Mitglieder des Ortschaftsrates Klein Wanzleben und etwa 15 Einwohner des Zuckerdorfes die Grundschule an. Der Landkreis Börde hat in den Sommerferien Teile der Schule sanieren lassen. Darin werden jetzt die Mädchen und Jungen der Ganztags- und Gemeinschaftsschule Wanzleben unterrichtet, deren Schulgebäude energetisch saniert wird. Die Klein Wanzleber Grundschüler werden in Seehausen unterrichtet. Wie Kai Pluntke, Amtsleiter für Ordnung und Soziales in der Wanzleber Stadtverwaltung, berichtete, seien in der Grundschule Klein Wanzleben besonders der Brandschutz und die elektrischen Anlagen auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden. „Das ist natürlich sehr gut für die Grundschule, da hier auch der größte Investitionsbedarf vorlag“, sagte Freese. Im Vorfeld hatte sich der Ortsbürgermeister mit dem Landkreis Börde in Verbindung gesetzt, um noch offene Fragen zu klären. Jedoch sei es jetzt nicht mehr möglich, den Busverkehr für den Schülertransport und die Haltestellen zu ändern, da sie nunmehr Bestandteil des gesamten Fahrplans seien. Der Kreis habe die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Wanzleben-Börde gelobt und sich am ersten Schultag nach den Sommerferien zusammen mit Polizei und Ordnungsamt vom Ablauf des Schülertransports überzeugt.

Turnhalle kann weiter genutzt werden

Gute Nachrichten für Klein Wanzleben gab es von Amtsleiter Kai Pluntke. Wie er berichtete, können alle Sportgruppen und Vereine, die im Winter die die Turnhalle nutzten, dies auch weiterhin tun. Am Plan aus dem vergangenen Jahr habe sich nichts geändert, alle Verantwortlichen haben auch Schlüssel für die Turnhalle.

In der Diskussion ging es unter anderem um das Für und Wider von einem oder zweien Standorten für Kindertagesstätte und Grundschule, was Beides Vorteile und Nachteile habe. Beide Wege seien nach Einschätzung des Ortschaftsrates möglich. „Das oberste Ziel bei den ganzen Überlegungen sind die Wirtschaftlichkeit und die Nachhaltigkeit. Wir wollen dem Stadtrat ein zukunftsfähiges Projekt vorlegen, wo dann noch lange drauf aufgebaut werden kann“, sagte Freese. Dazu soll eine kleine Gruppe aus Verwaltung, Kindertagesstätte, Grundschule und Ortschaftsrat die beiden möglichen Wege beleuchten und schauen, welche Planungsleistungen im Vorfeld nötig seien und welche Möglichkeiten der Förderung es gebe.

Die nächste Sitzung des Ortschaftsrates Klein Wanzleben findet im evangelischen Gemeindezentrum St. Johannis statt. Dabei setzen die Ortschaftsratsmitglieder ihren Dorfrundgang in Richtung Festwiese und Schwimmbad fort.