Hohendodeleben l Als „katastrophal, verantwortungs- und pietätlos“ bezeichnet Wolf-Burkhardt Bach den Zustand des Friedhofes in Hohendodeleben am Totensonntag. Er entdeckte am Wegrand ausgegrabene Sträucher, liegengelassene Reste von Baumfällarbeiten und nicht weggeräumte Laubhaufen.

„Das geht so alles nicht“, war Carolin Axmanns erste Reaktion, als sie die Bilder des Friedhofes sah. Die Sachbearbeiterin für das Friedhofswesen im Bauamt der Stadt Wanzleben-Börde erklärt, dass derzeit alte Einfassungen und kleinere Nadelbäume entfernt werden. Dass da etwas liegen blieb, ärgert sie ebenfalls. Die Mitarbeiter vom Bauhof waren von Dienstag bis Donnerstag letzter Woche auf dem Friedhof in Hohendodeleben im Einsatz. Sie mussten allerdings noch zu anderen Trauerstätten, weil an dem Wochenende vier Beisetzungen anstanden.

Personell nicht zu schaffen

„Es ist personell nicht zu schaffen, jeden Friedhof perfekt zu halten“, sagt Bürgermeister Thomas Kluge. Doch bereits Mitte dieses Jahres wurde der Bauhof umstrukturiert. Nach Angaben des Bauamtes sind nun für 16 Friedhöfe rund um Wanzleben fünf Mitarbeiter im Einsatz. Diese können aber trotzdem nicht täglich auf jedem Friedhof sein.

„Ein ordentlicher Zustand auf allen Friedhöfe wird angestrebt“, sagt Kluge. Damit meint er freie Wege, ein optisch ansprechendes Aussehen, gepflegte Trauerhallen und eine zeitnahe Arbeit an plötzlich entstandenen Schäden, wie umgefallenen Bäumen. Kluge betont aber auch, dass tägliches Fegen auf allem Friedhöfen nicht möglich sei.

Einsatz vor den Trauertagen

„Zukünftig wollen wir besser darauf achten, dass gerade zu solchen Tagen, wie Totensonntag, die Friedhöfe besser aussehen“, sagt Carolin Axmann. Ein außerordentlicher Arbeitseinsatz werde für Hohendodeleben sicherlich folgen, allerdings nicht mehr in dieser Woche, da der verantwortliche Mitarbeiter krank sei, erklärt Axmann.