Wanzleben l „Weil wir auf die Zeit nach Corona vorbereitet sein wollen, arbeiten wir an der Vorbereitung der Badesaison in den Freibädern in Wanzleben und Klein Wanzleben“, sagt Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos). Einige Mitbürger würden diesen Aktionismus nicht verstehen. „Aber wenn die Möglichkeit der Öffnung besteht und wir sind nicht vorbereitet, wer würde das verstehen können“, entgegnet der Bürgermeister den Skeptikern. Die Eröffnung der Freibäder der Stadt Wanzleben ist zum 1. Juni geplant.

Freiflächen werden bearbeitet

Deshalb habe sich die Stadtverwaltung darauf verständigt, die Saison im Spaßbad Wanzleben und im Schwimmbad 1955 Klein Wanzleben planmäßig vorzubereiten. „Bereits jetzt wird auf den Freiflächen der Rasen gemäht. So wie in den Ortschaften der Einheitsgemeinde nach und nach auch. Mit der ersten Mahd sind wir bereits durch“, sagt Olaf Küpper, Bauamtsleiter der Stadtverwaltung Wanzleben.

Wieviele Gäste passen ins Bad

Um den wegen der Corona-Krise geltenden Bestimmungen gerecht zu werden, habe die Stadt überprüft, wieviele Badegäste sich gleichzeitig in den Bädern aufhalten dürfen, um die Abstandsregelungen einzuhalten. „In Klein Wanzleben haben wir den Vorteil, eine große Freifläche zu haben“, verdeutlicht Küpper. Darauf dürften sich rein rechnerisch 200 Besucher gleichzeitig aufhalten. Im großen Becken seien es 100 Gäste. Aus beiden Zahlen habe die Stadt eine Mischkalkulation von 250 Besuchern errechnet, die sich unter den Gesichtspunkten des Einhaltens der Anstandsregeln im Schwimmbad gleichzeitig aufhalten könnten.

Schwimmmeister sind gefordert

Im Spaßbad Wanzleben sei die Lage eine andere, erklärte Küpper. Dort verfüge die Anlage über zwei Becken und damit über eine größere Wasserfläche. Dabei habe die Mischkalkulation eine Anzahl von 430 Gästen ergeben, die sich gleichzeitig im Spaßbad bewegen dürften. Im kleinen Kinderbecken dürten sich 30 Personen aufhalten, im großen Becken 200 Gäste schwimmen. „Wie wir das Einhalten der Abstandsregelungen kontrollieren, wird noch geklärt“, lässt der Bauamtsleiter eine endgültige Lösung offen. Beim Einlass in die Bäder sei die Kontrolle kein Problem. Innerhalb der Anlagen seien die Schwimmmeister gefordert, das Einhalten zu überwachen. Küpper appelliere zudem an das Verantwortungsbewusstsein der Badegäste, sich nicht zu nahe zu kommen. Auch seien die Eltern aufgefordert, sehr auf ihre Kinder zu achten. Die Erfahrungen aus den vergangenen Badejahren hätten jedoch gezeigt, dass sich selten so viele Gäste wie von der Stadt in ihrer Prognose errechnet in den Anlagen pro Tag aufhalten würden.

Hinweisschilder bitten um Abstand

Im Mai sollen in den beiden Bädern die eigentlichen Vorbereitungsarbeiten durch die Stadtbeschäftigten starten. „Wir wollen so spät wie möglich anfangen“, kündigt Küpper an. Schließlich sei nicht sicher, ob das Land Sachen-Anhalt bis dahin tatsächlich die Beschränkungen wegen Corona unter Auflagen aufgehoben habe. Zuvor müsse die Stadt noch Hinweisschilder aufstellen, die auf das Einhalten der Abstände zwischen den Badegästen aufmerksam machen. Auch müsse in den Becken das Wasser abgelassen werden, um sie reinigen zu können. Dann könne das frische Wasser einfließen. Obendrein müsse das Wasser zuvor untersucht werden, ob es in die Kanalisation abgelassen werden dürfe. „Wir brauchen zwei Wochen Vorlauf“, beschreibt Küpper den engen Zeitplan, um alle Arbeiten erledigen und alle Genehmigungen einholen zu können. Wenn das Baden im Krisenmodus klappen sollte.