Blankenburger bevölkern den Innenhof der einstigen Welfen-Residenz

1413 Lichter erhellen den Weg von der Bergkirche zum Schloss

Von Jens Müller

Welch ein stimmungsvoller Auftakt der Blankenburger Weihnachtsmärkte. Ingesamt 1413 Lichter erhellten den Weg von der Bartholomäuskirche zum Schloss, wo die erste Schlossweihnacht alle Erwartungen übertraf.

Blankenburg l Einigen Helfern des Blankenburger Lichterfestes wird wohl am Sonntag der Rücken geschmerzt haben. Aber der Blick in hunderte staunende und begeisterte Gesichter hat sie für die Mühen sicher entschädigt. Etwa 15 Freiwillige hatten am Sonnabendnachmittag den Weg von der Bartholomäuskirche zum Schloss beidseitig mit bunt verzierten Einweck-Gläsern geschmückt. Insgesamt 1413 Stück. Knapp zwei Stunden dauerte das Aufstellen und das Anzünden der Teelichter bei Einbrechen der Dunkelheit. Ein großer Aufwand, der sich gelohnt hat.

Denn den in Scharen zum Schloss strömenden Besuchern bot sich ein nie dagewesenes Bild und stimmte erwartungsvoll auf ein buntes Markttreiben im Innenhof ein. Das historische Gemäuer präsentierte sich in romantischem Lichterschein - hier blau, dort rot. Ein großer Feuerkorb bot Wärme. In den aufgestellten Buden wurde Weihnachtliches angeboten - vom "Schlossbrot" über Dekoratives bis hin zur selbst geblasenen Weihnachtsbaumkugeln. Der Nikolaus beschenkte die Kinder mit kleinen Überraschungen. Im Theatersaal konnten gleich mehrere Konzerte genossen werden.

"Die erste Blankenburger Schlossweihnacht war ein gelungener Auftakt in die Weihnachtszeit", resümierte Christa Grimme vom Verein "Rettung Schloss Blankenburg. "Ich bin hoch erfreut, dass die Blankenburger so zahlreich erschienen sind und unsere Schlossweihnacht so gut angenommen wurde", sagte sie und dankte den zahlreichen Unterstützern und allen Gästen. "Wir sind total begeistert. Mit dieser überwältigenden Teilnahme haben wir wirklich nicht gerechnet", war auch Anita Hauswald, Pressesprecherin des Schlossvereins, überrascht von der großartigen Resonanz. Allerdings hatte sie den wohl undankbarsten Job: Glühwein ausschenken. Vor dem Häuschen der ehrenamtlichen Schlossretter bildete sich am Abend eine lange Schlange.

Sichtlich zufrieden zeigte sich auch Hartmut Berge, Chef des Weihnachtsmarktvereins. "Ich bin begeistert von der Bereitschaft vieler mitzumachen", sagte er. Auch er empfand die Atmosphäre als wunderschön und dankte allen "Bastlern", Gewerbetreibenden und Helfern, die dieses Fest zu einem Erfolg für Blankenburg werden ließen. Im kommenden Jahr hofft er darauf, die Veranstaltung in der Innenstadt noch auszubauen.

Nach dem Lichterfest mit dem bis zum 22. Dezember auf dem Tummelplatz stattfindenden Wintervergnügen, folgt am Freitag, 13. Dezember, die 13. Auflage des "Sternthaler Weihnachtsmarktes". Dann wird den Besuchern zehn Tage lang vor und im Rathaus sowie vor und im "Alten E-Werk" ein buntes weihnachtliches Programm geboten.

Mehr zum Sternthaler-Weihnachtsmarkt gibt es auch im Internet unter www.weihnachtsmarkt-blankenburg.de.