Wernigerode/Schierke l Was aus der Seilbahn am Winterberg in Schierke wird, bewegt die Gemüter. Darüber ist fast in Vergessenheit geraten, dass eine weitere Großinvestition in dem Wernigeröder Ortsteil bevorsteht – der Neubau des Eisstadions unter dem Namen Schierke-Arena. „Wir möchten im Frühjahr anfangen zu bauen“, sagt Wernigerodes Baudezernent Bernhard Rudo.

Die europaweite Ausschreibung ist derzeit auf dem Weg, im Februar sollen die Angebote ausgewertet und bis Ende März entschieden werden, wer die sieben Millionen Euro teure Arena bauen soll. Baustart wäre planmäßig im April, erklärt Marion Brandenburger, Mitarbeiterin im Bauamt. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2017 vorgesehen. Die Baugenehmigung und Fördermittelbescheid liegen vor. Ein Stolperstein könnte das Geld sein. Liegen die Angebote über dem geplanten Kostenrahmen, müssen die Planer nach Einsparmöglichkeiten suchen. Beim Dach gebe es aber große Kostensicherheit, so Marion Brandenburger.

Stützmauer marode

Die Voraussetzungen dafür, dass die Schierke Arena sowie weitere Projekte im Ort verwirklicht werden können, werden derzeit geschaffen. „Im Schatten der Millioneninvestitionen sind mehrere kleinere Projekte im Gange“, sagt Bauamtsleiter Jörg Völkel.

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Dazu gehört zum Beispiel die Erneuerung der Stützmauer am Eisstadion zur Bode hin. Bei einer Gewässerschau wurde festgestellt, dass das Bauwerk marode ist. Ein Standsicherheitsgutachten bestätigte: „Sie war nicht mehr sanierungsfähig“, sagt Armin Barheine vom Wernigeröder Tiefbauamt.

Mit Granit und Naturstein verblendet

Um ein Abrutschen der Mauer zu verhindern und vor dem Arena-Baustart das Gelände abzusichern, ist das Bauwerk auf 25 Metern Länge saniert worden. Weitere 75 Meter folgen, sobald das Stadion fertig ist. Rund 200 000 Euro kostet die Betonkonstruktion, die mit Granit und Naturstein verblendet ist. „Wenn wir sanieren, dann mit ortstypischen Materialien“, so Völkel.

In die Umgebung einfügen soll sich auch die Löschwasserzisterne in der Alten Wernigeröder Straße. Weil aus der Bode kein Wasser entnommen werden darf, hat die Feuerwehr Löschwasser bisher aus dem Trinkwassernetz gezogen. „Das Netz in Schierke ist aber nicht in der Lage, das in jedem Fall und an jeder Stelle zu gewährleisten“, weiß Völkel. Dies schafft künftig die Doppelzisterne, die über zwei Stunden insgesamt 192 Kubikmeter Wasser zur Verfügung stellt. Im Umkreis von 300 Metern ist damit die Versorgung gewährleistet – für den Großteil der Alten Wernigeröder Straße und rund um das Hotel „Heinrich Heine“. Rund 150 000 Euro hat die Zisterne gekostet. „Wir müssen drei solche Anlagen im Ort nachrüsten“, sagt Völkel.

1500 Kubikmeter Erde aufgeschüttet

Verbessert worden ist der Loipeneinstieg am Parkhaus. Viele Besucher kamen sich ins Gehege, der steile Anstieg bereitete Probleme, im Sommer klagten Wanderer über Matsch. Fünf Meter breit ist der Einstieg nun und durch die Anschüttung von 1500 Kubikmetern Erde ausgeglichen. Rund 90 000 Euro hat die Modellierung des Geländes gekostet.