Börnecke l Eine über zehn Jahre während Odyssee um Sicherungspflichten, schwierige Eigentumsfragen und Abrisskosten hat nun ein Ende gefunden. Das einstige Gehöft in der Langen Straße 11 ist abgerissen worden. Am Dienstagvormittag brachte der Greifer eines Abrissbaggers das letzte Mauerstück zum Einsturz. In den kommenden Tagen wird das Areal beräumt. „Damit verschwindet ein absoluter Schandfleck mitten im Ort“, ist Bürgermeister Rüdiger Klamroth erleichtert.

Denn nun rückt ein großer Wunsch in greifbare Nähe: der Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses. Dafür, so der Ortschef, seien bereits die Rahmenbedingungen geschaffen worden. Bis es soweit war, mussten allerdings einige Hürden überwunden werden.

Nachdem die Hofstelle in der Langen Straße im Winter 1995 einem Brand zum Opfer gefallen war, hatte es zunächst noch andere Optionen gegeben. „Es gab verschiedene Nutzungskonzepte und Projekte, die aber allesamt nicht fruchteten“, blickt Klamroth zurück. „Ideen gab es viele“, so der Ortschef. Doch konnten weder eine „Grüne Eingreiftruppe“ der Arbeitsfördergesellschaft Harz, noch eine Vermarktungsstelle der regionalen Streuobstwiesen wirtschaftlich dargestellt werden. Ein noch größeres Hindernis waren die schwierigen Eigentumsfragen, weil sowohl private Eigentümer, als auch das Land und die Treuhand-Nachfolgerin BVVG mit eingebunden waren. „Wir haben es aber letztlich geschafft, das Areal in Eigentum der Stadt zu überführen“, so Klamroth.

Haus der Feuerwehr "absolut desolat"

Parallel dazu hatte bereits die Feuerwehr-Unfallkasse den Zustand des 1867/77 errichteten Feuerwehr-Gerätehauses als „absolut desolat“ eingestuft und die Kommune aufgefordert, Abhilfe zu schaffen. So lag es nah, einen Neubau auf eben jenem Areal anzuschieben, das sich nur einen Steinwurf vom Feuerwehrdepot entfernt befindet. „Sämtliche Gremien der Stadt tragen das Projekt“, ist der Bürgermeister froh über diese Unterstützung sowie die inzwischen sichtbaren Fortschritte. Eine sehr gute Zusammenarbeit bescheinigt er zudem Anne-Katrin Reinboth, die für die Blankenburger Bauverwaltung das Vorhaben betreut.

Laufe alles nach Plan, sollen im kommenden Jahr alle planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass 2020, spätestens aber 2021 mit dem Bau begonnen werden könnte. Dafür hoffen die Börnecker auch auf einen Zuschuss vom Land. Die Anträge seien gestellt. Insgesamt soll der Neubau rund 600.000 Euro kosten. Der rund 80.000 Euro teure Abriss der Brandruine wurde außerdem durch einen Zuschuss des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten aus Mitteln der Dorferneuerung ermöglicht.