Familien-Fahrrad-Fest im Wernigeröder Bürgerpark

Ansturm als Lichtblick bei der Suche nach weiteren Gönnern

Von Ingmar Mehlhose

Zu einem Familien-Fahrrad-Fest wurde gestern in den Bürgerpark eingeladen. Zuvor hieß es aber, kräftig in die Pedalen treten. Gut 25 Kilometer von Wernigerode nach Ilsenburg und zurück hatten die fast 300 Teilnehmer zu bewältigen.

Wernigerode. 286, 287, 288 - zählten die Bürgerpark-Bediensteten eifrig an einer eigens errichteten Schleuse für die Pedalritter, die am Mittag gegen 12.30 Uhr von ihrer etwa 25 Kilometer langen Tour nach Ilsenburg und retour zurückgekehrt waren.

Kurz nach 10 Uhr hatte Oberbürgermeister Peter Gaffert den Tross auf Tour geschickt und war auch selbst mitgeradelt. Auf die Frage, wie es denn gewesen sei, antwortete der Rathauschef knapp; "Schön!" Diese Begeisterung teilte Gaffert mit den anderen Pedalrittern, auch wenn das Reparaturteam unterwegs kräftig zu tun hatte bei der Pannenhilfe.

"Es ist alles gut gegangen", zeigte sich die mit der Absicherung der Veranstaltung betraute Wernigeröder Polizei ebenfalls zufrieden.

Das von Radio SAW und der AOK Sachsen-Anhalt ausgerichtete Familien-Fahrrad-Fest war für den Bürgerpark ein voller Erfolg, bilanzierte dessen Chefin Marlies Ameling. Die Geschäftsführerin freute sich besonders, dass "viele Familien mit kleinen Kindern" das sommerliche Wetter für einen Besuch nutzten.

Nachdem der Mai mit Dauerregen und Kälte ihr Team "geschockt" hatte, war der Ansturm gestern ein Lichtblick, dem bereits demnächst weitere folgen sollen. So startet am Mittwoch, 16. Juni, um 17 Uhr eine neue Reihe. Im Senkgarten oder im Schäferhaus wird dann monatlich einmal zum "Literaturcafé" eingeladen, kündigte Marlies Ameling an. Zum Auftakt heißt es "Von Zauberpflanzen und Hexenwesen".

Für Juli ist eine Ausstellung mit dem Vater der "Abrafaxe", Bernd Günter aus Berlin, vorgesehen. Die Parkchefin hofft, mit den Arbeiten des Grafikers auch gezielt ein junges Publikum anzusprechen.

Dass nicht nur die Wernigeröder die Anlage lieben, belegen zudem 17 Baumspenden in diesem Frühjahr. Marlies Ameling: "Sogar aus Braunschweig wurden wir angerufen."

Einige Sorgen bereitet der Geschäftsführerin der Parkeingang zum Harzblick. Obwohl eigens für Senioren und Kinder geöffnet, wird er bisher kaum angenommen. Zudem sucht das Team dringend Paten für die Themengärten. Bedingung: Sie müssen die grünenden Refugien die Saison über begleiten, statt "nur einmal mit dem Rechen durchzugehen".