Freibad Rübeland

Auffrischungskur für „Bodeperle“

Der Förderverein des Rübeländer Freibads arbeitet derzeit auf die Eröffnung der Saison hin. Noch ist völlig unklar, wie diese aussehen wird.

Von Katrin Schröder
Der Förderverein Freibad Rübeland bereitet die Schwimmanlage auf die Saison vor. Der Vorsitzender Ronald Probek, die Mitglieder Uwe Querfurth und Egon Ecklebe (von rechts) und ihre Mitstreiter hoffen, dass die „Bodeperle“ Ende Mai ihre Türen öffnen kann.
Der Förderverein Freibad Rübeland bereitet die Schwimmanlage auf die Saison vor. Der Vorsitzender Ronald Probek, die Mitglieder Uwe Querfurth und Egon Ecklebe (von rechts) und ihre Mitstreiter hoffen, dass die „Bodeperle“ Ende Mai ihre Türen öffnen kann. Foto: Katrin Schröder

Rübeland

Das Schwimmbecken ist halb gefüllt. „Wir haben vor fünf Tagen begonnen, das Wasser einzulassen“, sagt Ronald Probek. Bis das Bassin randvoll ist, werden weitere fünf Tage vergehen, weiß der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Rübeland. Die Mitglieder bereiten derzeit die „Bodeperle“, wie die Anlage an der Blankenburger Straße heißt, auf die neue Saison vor – auch wenn derzeit niemand weiß, unter welchen Bedingungen diese stattfinden kann.

Ronald Probek ist derweil zuversichtlich. „Wir planen die Eröffnung für den 29. Mai – aber nichts Genaues weiß man nicht. Es gibt keine konkreten Informationen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Ein Hygienekonzept werde man sicher brauchen – so wie im vergangenen Sommer. Seinerzeit war die Besucherzahl auf 200 pro Tag begrenzt, Desinfektion und Abstand waren Pflicht.

Platz für Abstand

Das alles sei in der „Bodeperle“ kein Problem, sagt Probek: Mit rund 6500 Quadratmetern Fläche biete das Außengelände des Freibads genügend Platz. „Es verteilt sich.“ Der Besuch sei zugleich meist überschaubar, massenhafter Andrang selten. Zu Spitzenzeiten kämen bis zu 800 Gäste ins Bad – „aber nur bei 30 Grad und Superwetter“. Ansonsten bewege sich die Besucherzahl eher um die 300 pro Tag. Mögliche Corona-Einschränkungen fielen da nicht so stark ins Gewicht wie andernorts. Die nötigen Vorbereitungen haben die Mitglieder – rund 90 sind es derzeit insgesamt – bereits weitgehend erledigt. Fünf Arbeitseinsätze gab es seit Ende März – im kleinen Kreis und mit corona-gerechtem Abstand auf dem weitläufigen Außengelände.

Dort wurden das Laub geharkt, der Rasen gemäht und das Volleyballfeld, die Bodenplatten rund um das Schwimmerbecken wurden gesäubert, ebenso das Schwimmbecken mitsamt den Überlaufrinnen und der Schwallwasserkammer.

Eine Woche Umwälzung

Rund 850 Kubikmeter Wasser passen in das Bassin. Wenn es gefüllt ist, gebe es einen Termin mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus Wernigerode, die den Badebetrieb absichert, dann werde gechlort, berichtet Ronald Probek. Das Wasser müsse im Anschluss eine Woche lang immer wieder umgewälzt werden. „Dann kommt die Hygiene und nimmt Wasserproben.“

Damit ist der größte Teil der Saisonvorbereitung geschafft. Beim vorerst letzten Arbeitseinsatz am vergangenen Wochenende haben das Kinderbecken samt Umfeld sowie die Sitzbänke ebenfalls die jährliche Auffrischungskur erhalten. In 14 Tagen sollen die letzten Arbeiten vor der Saisoneröffnung erledigt werden – dann sollte Klarheit darüber herrschen, wann die ersten Freibadgäste anbaden können.

Die Rübeländer Ortsgruppe der DLRG stellt sich ebenfalls auf die Saison ein. Die Mitglieder wollen ab dem Frühsommer Schwimmlehrgänge für Anfänger anbieten, erklärt der DLRG-Ortsgruppenvorsitzende und Ortsbürgermeister Dietmar Wiekert. Dazu eingeladen sind ab 1. Juni Mädchen und Jungen im Kindergarten- und Schulalter, und das unabhängig vom Badebetrieb. Voraussetzungen sei, so Wiekert, „dass das Wetter mitspielt“.

Neuer Defibrillatorfür Wiederbelebung

In Sachen Erste Hilfe will die DLRG in Rübeland aufrüsten. Über einen Sponsoringvertrag erhält sie einen neuen Defibrillator. Das Gerät dient dazu, im Notfall bewusstlose Personen wiederzubeleben. In der Saison soll der Defibrillator im Freibad „Bodeperle“ bereitstehen.