Spatenstich für Millionen-Investition im Ilsenburger Industriepark - Größtes Minth-Projekt in Europa

CST-Ausbau schafft hunderte neue Arbeitsplätze

Von Jörg Niemann

Im Ilsenburger Industriepark wird sich ein weiterer Großinvestor niederlassen. Die bislang dort ansässige Firma CST - sie wurde von der chinesischen Minth-Gruppe gekauft - will in den kommenden drei Jahren hunderte neuer Arbeitsplätze schaffen.

Ilsenburg l Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist in der Ilsestadt der Startschuss für eine neue Großinvestition gegeben worden. Die Firma CST, die seit einigen Jahren Oberflächenveredelungen für die Autoindustrie anbietet, wird erweitert.

"Geplant sind zwei Expansionsstufen. In der ersten, die 2014 abgeschlossen sein wird, sollen die bisherigen Produktionskapazitäten in etwa verdreifacht werden. Wir investieren dafür rund 7 Millionen Euro", erklärt Falko Saalfeld, der Prokurist der CST. Ziel sei es, die bisherige Produktionsfläche von 3000 auf 9000 Quadratmeter zu erweitern. Die momentan existierende Produktionshalle soll dazu durch Anbauten erweitert werden. Im zweiten Schritt wird die Firma bis zum Jahr 2015 generell erweitert. "Wir werden vom bisherigen reinen Oberflächenveredler zu einem Unternehmen, das komplette Dachrelinge und Zierleisten fertigt und veredelt. Unser Hauptaugenmerk als Zulieferer der Autoindustrie bleibt jedoch bestehen. Wir werden aber die mechanischen Arbeiten bis zur Komplettmontage mit abdecken", erklärt der in Drübeck aufgewachsene Saalfeld.

Für den zweiten Expansionsabschnitt ist ein Zeitrahmen von zwei bis drei Jahren vorgesehen. Die entsprechenden Flächen, auf denen dann die Erweiterungsbauten vorgesehen sind, wurden bereits bei der Stadt reserviert. Insgesamt, erläutert Saalfeld weiter, will die Minth-Gruppe einen Betrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich in Ilsenburg investieren. Nach der Fertigstellung werden in der Ilsestadt mehrere hundert neue Arbeitsplätze entstehen. Und: Die gesamte Investition wird zwar mit Kapital aus China finanziert, die Investition firmiert aber unter CST und der Unternehmenssitz bleibt auch in der Ilsestadt. Das freute vor allem die stellvertretende Bürgermeisterin Silke Niemzok, die in Vertretung des im Urlaub weilenden Bürgermeisters Denis Loeffke (CDU) beim ersten Spatenstich zugegen war. Als Stadtkämmerin erhoffe sie sich dringend benötigte Einnahmen aus der Gewerbesteuer, die in den vergangenen Jahren wegen neuer rechtlicher Regelungen vor allem für Großbetriebe enorm eingebrochen war.

Die avisierten Investitionen sind nach den Worten von Minth-Direktor Jianhui Shi die größte Investition, die das in Jiaxing ansässige Unternehmen derzeit auf dem europäischen Kontinent umsetzt.

Die Planungen für die Hallen-Erweiterungen übernimmt ein Wernigeröder Planungsbüro, die bauausführende Firma ist im benachbarten Bördekreis ansässig.