Blankenburg

Da gibt es kein Halten mehr: Kinder erobern neuen Spielplatz im Blankenburger Stadtpark

Darauf haben nicht nur die kleinsten Blankenburger lange hingefiebert: Nach mehrmonatiger Bauzeit ist der wohl schönste Spielplatz im Harzkreis zum Spielen, Toben und Sporttreiben freigegeben worden. Das Areal im Stadtpark ist nun viel größer und mit zahlreichen neuen Elementen ausgestattet worden.

Von Jens Müller
Nach dem symbolischen Scherenschnitt gab es für die ersten Knirpse kein Halten mehr: Sie eroberten ihren neuen Spielplatz im Blankenburger Stadtpark. Foto: Jens Müller

Blankenburg. „Das ist der schönste Spielplatz, den ich je gesehen habe.“ Die kleine Jolie aus der Evangelischen Kindertagesstätte in Blankenburg kam am Freitagmorgen aus dem Staunen nicht heraus. Gemeinsam mit den anderen Vorschulkindern und den etwas jüngeren „Kleinen Strolchen“ war sie die Erste, die das neue Spieleparadies im Blankenburger Stadtpark mit erobern durfte. Und dabei störte selbst der einsetzende Nieselregen nicht. Alle Spielgeräte mussten dabei ausgiebig getestet werden: der großzügige Wasserspielplatz mit einer archimedischen Schraube und Handpumpe, die Seilrutsche, der Kletterfelsen, die beiden Bodentrampoline, die großen Klettertürme mit Rutschen, die Schaukeln, Wippen und Karussells.

Blumen für Birgit Walsch

Erst wenige Minuten zuvor hatten Jens Traunsberger und seine Kollegen Dutzende Bauzaunfelder im Stadtpark wieder abgebaut und das letzte fehlende Teil der in das Gelände integrierten Sportanlage installiert: einen Basketballkorb. „Jens Traunsberger und sein Team haben hier wirklich tolle Arbeit geleistet“, richtete Birgit Walsch ein großes Dankeschön an die Kollegen des Garten- und Landschaftsbaubetriebes aus Hoym.

Die „Mutter des Spielplatzes“, wie sie von Stadtratsmitglied Ulrich-Karl Engel (Bündnis 90/Die Grünen) scherzhaft bezeichnet wurde, bekam an diesem Morgen ebenfalls Lob von allen Seiten – samt Blumenstrauß von Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU). Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die für die Parks und Gärten zuständig ist, hatte die Konzeption für den neuen Spielplatz erarbeitet und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. So wurden etwa die Gestelle der Seilrutsche in knalligem Gelb bestellt. Die Farbe Grün zieht sich durch das gesamte Gelände: vom neu angelegten Rasen über die Bodentrampoline und Spielflächen der beiden Tischtennisplatten bis hin zu den Untergründen des Kleinspielfeldes und der Calestenics-Anlage, die in Abstimmung mit Sportlern erfolgte. Die gepflasterten Wege weisen ein geringes Gefälle auf, damit dort auch gerollert werden kann.

Stellfläche für Imbisswagen

Viel Wert wurde auf Sitzmöglichkeiten gelegt und auf die Randbepflanzung mit jungen Blütenbäumen. Zudem ist ein Stellplatz für einen Imbiss- und Eiswagen angelegt worden – mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss.

„Das war einer der besten Beschlüsse, die der Stadtrat je gefasst hat“, sagte nach dem symbolischen Scherenschnitt zur Spielplatz-Eröffnung – Corona bedingt in kleinem Kreis – Stadtratspräsident Klaus Dumeier (CDU). Er hoffe, dass die Anlage nachhaltig Bestand haben werde. Dafür soll übrigens nicht nur ein Zaun sorgen, der inzwischen rund um den Stadtpark gezogen wurde, sondern auch das regelmäßige Bestreifen durch einen Sicherheitsdienst.

Impuls aus Laga-Bewerbung

Der Spielplatz-Neubau ist der erste vollendete Abschnitt zur weiteren Umgestaltung des Stadtparks. Als Nächstes wird dort der Neubau der Parkbühne mit Nebenanlagen in Angriff genommen. Dafür stehen aktuell Ausschreibungen und Auftragsvergaben an. In das Gesamtprojekt werden rund 1,7 Millionen Euro investiert. 1,1 Millionen Euro hat das Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt – quasi als „Trostpflaster“ für die erfolglose Bewerbung Blankenburgs für die Landesgartenschau 2022. So war die Blütenstadt als erste und einzige Kommune Sachsen-Anhalts in das Bund-Länder-Programm Städtebauförderung „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen worden.

Jolie hatte vom Kletterfelsen den besten Überberlick.
Foto: Jens Müller
Wasser marsch! hieß es bei Ben an der Handpumpe.
Foto: Jens Müller
Hanna konnte von der Seilrutsche nicht genug bekommen.
Foto: Jens Müller
Der kleine Till probierte die archimedische Schraube aus.
Foto: Jens Müller
Für viel Spaß sorgen gleich zwei solcher Bodentrampoline.
Foto: Jens Müller