Derenburg l Großeinsatz für Derenburgs freiwillige Feuerwehr am zweiten Weihnachtsfeiertag: Um 9.22 Uhr werden die Kameraden zur Rehtalbaude im Südosten des Holtemme-Städtchens alarmiert. Als sie an der leerstehenden Jugendherberge eintreffen, steht das Gebäude bereits komplett in Flammen. Die Rauchsäule, die über dem bewaldeten Rehtal aufsteigt, ist kilometerweit sichtbar.

Gegen Mittag sind schließlich die Wehren aus Derenburg, Blankenburg, Wienrode, Heimburg, Silstedt, Langenstein, Heudeber und Danstedt mit 100 Helfern und 18 Fahrzeugen im Einsatz. Erschwerend für die Kameraden: „Wir mussten eine 1,8 Kilometer lange Löschwasserleitung aus dem Ort bis zum Gebäude aufbauen", sagt Einsatz- und Ortswehrleiter André Salomon. Da es „zu gefährlich ist, das Haus zu betreten", schlagen die Kameraden Fensterscheiben ein, um Löschwasser ins Innere zu spritzen.

Polizei sperrt Zufahrt zu Baude ab

Die Friedenstraße, die vom Ortskern an der Baude vorbei zum Sportplatz führt, hat die Polizei unterdessen abgesperrt. Als die Feuerwehrleute glauben, den Brand im vorderen Gebäudeteil unter Kontrolle zu haben, geht der Saal der Rehtalbaude in Flammen auf. Vor allem dort, im hinteren Drittel des Hauses, haben die Kameraden mit immer wieder aufflammendem Feuer zu kämpfen.

Die Löscharbeiten der Feuerwehr sollen noch mindestens bis in die Morgenstunden des heutigen Donnerstags andauern, berichtet Salomon weiter. Rund 20 Kameraden seien am Brandort noch im Einsatz. Der Wehrleiter dankt vor allem dem Förderverein der Derenburger Wehr, dessen Mitglieder die Kameraden während der langen Stunden in Kälte und Nässe mit Kaffee und warmen Würstchen versorgen.

90.000 Euro Schaden durch Feuer

Warum das verheerende Feuer am Mittwochmorgen ausbrach, ist unterdessen noch unklar. Die Kriminalpolizei nehme die Ermittlungen „zu den Umständen, welche zum Brand geführt haben", auf, teilt das Harzer Revier am Mittwochnachmittag mit.

Da das Gebäude Stand Mittwochachmittag nicht betreten werden kann, könne weder Brandstiftung noch ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Die Brandursachsenmittler sollen ihre Arbeit sschnellstmöglich aufnehmen, heißt es auf Volksstimme-Anfrage weiter. Der Sachschaden betrage rund 90.000 Euro.