Nachwuchsläufer aus Halle begeistern hunderte Zuschauer bei Revue im Schierker Naturstadion

"Frau Holle" verzaubert die Zuschauer auf dem Eis

Von Michael Pieper

Mit einer beeindruckenden Revue haben die Eiskunstläufer des ESV Halle am Sonnabend die Zuschauer im Schierker Natureisstadion begeistert. Aufgeführt wurde das bekannte Märchen "Frau Holle".

Schierke l Sprünge, Pirouetten und Tanzformationen prägten die beeindruckende Eisrevue des Eis- und Sportvereins Halle (ESV) in Schierke. Die Tänzerinnen und Tänzer zeigten im Natureisstadion ihre Variation des Märchens "Frau Holle". Die einzelnen teilweise waghalsigen Einlagen wurden von Anett Patzschke verbunden, die die Geschichte von Marie erzählte, die nach einstündigem Programm von Frau Holle reich beschenkt wurde.

Uraufführung hatte das Eismärchen in der Vorweihnachtszeit in der Hallenser Volksbankarena vor 11000 Zuschauern gefeiert. Ganz so viele Gäste waren am Sonnabend zwar nicht nach Schierke geströmt - für die Eiskunstabteilung war der Nachmittag dennoch ein Erfolg. Die alten, fast in Vergessenheit geratenen, Tribünen waren gut besetzt und auch direkt am Eis staunten Besucher vom Kind bis zum Erwachsenen über die Formationstänze und Soloeinlagen. "Ich fand die bunten Kostüme toll", sagte Ronja Neuhaus aus Stade nach dem Programm. Die Neunjährige wäre am liebsten gleich mit aufs Eis gestiegen.

Fasziniert war auch Jacqueline Müller (22). Die Naumburgerin hatte die Revue bereits in Halle gesehen, ließ sich die zweite Chance aber nicht entgehen. "Ich verbringe den Winterurlaub mit meinem Freund in Braunlage. Da war klar, dass wir heute hierher fahren." Die Freude am Eiskunstlauf kann ihr Freund Stefan Bresonik (26) zwar nicht teilen, gestand aber ein: "Die Sprünge waren schon Klasse."

Im vergangenen Jahr waren die Eiskunstläufer von der Saale zum ersten Mal im Natureisstadion aufgetreten - und hatten damit ihr Versprechen eingelöst, das die ESV-Sportler zum 100. Geburtstag des Schierker Eishockey-Vereins gegeben hatten.