Heimatmuseum

Abbenröder Heimatverein hofft auf Öffnungsperspektive im Sommer

Die Sanierungsarbeiten am Abbenröder Heimatmuseum gehen zügig voran. In diesem Jahr werden mit Unterstützung aus dem Leader-Programm eine Giebelwand und der ehemalige Gastraum, der jetzt Versammlungsraum ist, neu hergerichtet.

Von Von Dennis Lotzmann
Über ein langes Rohr ist vor wenigen Tagen der flüssige Unterbeton aus dem Transporter in den Versammlungsraum des Abbenröder Heimatmuseums geflossen. Vereinsmitglieder kümmern sich darum, dass die Masse gleichmäßig verteilt wird. Foto: Andreas Weihe

Abbenrode. Von den für dieses Kalenderjahr geplanten Förderprojekten aus dem Leader-Programm sind im Bereich der Aktionsgruppe Harz die Abbenröder Heimatfreunde am weitesten mit ihrem Vorhaben vorangekommen. Dank ihrer langjährigen Erfahrungen mit dem teils komplizierten und umfangreichen Leader-Antragsverfahren, haben sie als eine der ersten den Förderbescheid für die Arbeiten an ihrem Vereinshaus bekommen und sind seitdem kräftig am Wirbeln.

„Wenn wir schon keine Besucher in unserem Heimatmuseum begrüßen dürfen, dann nutzen wir die Zeit, um die Arbeiten voranzubringen“, sagt Andreas Weihe, Vorsitzender des Heimatvereins. Vor wenigen Tagen wurde ein wichtiger Meilenstein der Arbeiten geschafft. Nach umfangreichen Vorarbeiten fuhr ein großer Betontransporter vor dem vereinseigenen Heimatmuseum vor und schickte seine Ladung durch die geöffneten Fenster des Erdgeschosses in das Gebäudeinnere. „Der komplette Gastraum und benachbarte kleinere Räume wie der Archivraum haben nun die Unterbetonschicht erhalten und werden in den nächsten Wochen weiter ausgebaut“, sagt Andreas Weihe. Zusammen mit dem Fußboden in den genannten Räumen werden auch die Elektrik, die Wandverkleidung, die Decke und die Beleuchtung auf den neuesten Stand gebracht. Durch neue Türen soll die Sicherheit und die Wärmedämmung des Gebäudes verbessert werden. Und nicht zuletzt soll durch den neu unterfangenen Westgiebel das historische Fachwerkhaus in der Straße Im Winkel besser gegen Wind und Feuchtigkeit geschützt werden.

Betriebskosten

Bei den Arbeiten drängt der Verein auf die Zeit und möchte fertig werden, wenn im Sommer die Pandemie so weit unter Kontrolle geimpft ist, dass auch Museen wieder problemlos oder mit geringen Auflagen öffnen dürfen. Der Heimatverein ist nämlich auf die Einnahmen von Veranstaltungen, Individualbesuchern oder auch Vermietungen seiner Vereinsräume angewiesen. Hauptgrund sind die Betriebskosten, die das Heimatmuseum laufend verursacht. Heizung, Wasser, Versicherung, Energie und vieles mehr sind zu zahlen, und ohne Einnahmen ist dies nicht möglich.

Deshalb hofft der Verein auf weitere Spenden ebenso wie auf eine Öffnungsperspektive für den Sommer. „Bislang haben wir nur überlebt, weil wir vorausschauend gewirtschaftet haben. Doch auch die letzten Ersparnisse sind aufgebraucht und ohne finanzielle Zuwendungen von Sponsoren hätten wir gewaltige Probleme bekommen“, sagt Weihe und verweist darauf, dass die Veranstaltungen zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag bereits 2020 ausfielen und wahrscheinlich auch 2021 nicht stattfinden können. Das waren ebenso wie die nicht ganz so große, aber dennoch sehr beliebte Mühlenweihnacht in der Adventszeit stets sichere Einnahmen für die Heimatfreunde, um ihren Verein und seine zahlreichen Aktivitäten weiter entwickeln zu können.