Wernigerode l Klassikfreunde können aufatmen: Es wird sie doch geben, wenn auch in anderer Form als gewohnt – die Wernigeröder Schlossfestspiele. 24 Veranstaltungen sind in der Zeit vom 4. bis 29. August geplant – genauso viele, wie auch sonst im Festspielplan stehen, betont Christian Fitzner, Chef des Philhamonischen Kammerorchesters Wernigerode. Damit ist die beliebte Veranstaltungsreihe in ihrem 25. Jahr gerettet, die große Party aber fällt aus. „Es wird ein Jubiläum mit Krönchen“, sagt Christian Juranek, Geschäftsführer der Schloß Wernigerode GmbH.

Auf das Herzstück der Schlossfestspiele müssen die Besucher verzichten. Die Oper hat unter den gegenwärtigen Bedingungen keine Chance auf Aufführung, daran hat sich nichts geändert. Die gute Nachricht lautet aber: „La tragédie de Carmen“ kann voraussichtlich in der geplanten Form 2021 über die Bühne gehen. „Fast alle Beteiligten haben von sich aus erklärt, dass sie im kommenden Jahr wieder dabei wären“, sagt Christian Fitzner. Darüber sei er sehr froh, denn man habe „sehr gute Sänger“ verpflichtet.

An die Stelle der großen Aufführungen treten kleinere, intimere Veranstaltungen. Zu den Serenadenkonzerten im Marstall sind maximal 120 Besucher zugelassen, die an Tischen mit je sechs Sitzplätzen platziert werden. Sie erwartet an vier Sonnabenden, jeweils um 16 und 19.30 Uhr, ein Programm mit hochklassigen Solisten, betont Christian Fitzner.