Wernigerode l Die Eintrittspreise für Waldhofbad und Schwimmhalle in der Weinbergstraße steigen doch nicht zum Jahresbeginn 2020. Eine Mehrheit der Wernigeröder Stadträte sieht bei der neuen Entgeltordnung für die städtischen Badeanlagen noch Diskussionsbedarf. In ihrer Sitzung am Donnerstagabend stimmten 18 Abgeordnete dafür, die entsprechende Vorlage zur Beratung zurück in die Ausschüsse zu verweisen. 13 votierten dagegen, drei enthielten sich.

Grünen-Fraktionschefin Sabine Wetzel sieht bei der neuen Entgeltordung „noch viele Ungereimtheiten. Sie ist noch nicht exakt genug formuliert“. Christian Linde (CDU) kann ebenfalls mit der aktuellen Form der „Satzung nicht leben“. Nach einigen Änderungen hatten zuvor der Ausschuss für Kultur und Sport die Vorlage der Stadtverwaltung mit fünf Ja- und drei Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung und der Finanzausschuss mit sechs Ja-Stimmen und einer Enthaltung weiter empfohlen.

In letzterem Gremium gab es unter anderem Redebedarf zum Passus, dass Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren der Stadt und ihrer Ortsteile kostenlos in Waldhofbad und Schwimmhalle baden können. „Warum nicht auch Rettungskräfte und Beamte der Polizei oder Bergwacht-Mitglieder?“, fragte Bernhard Zimmermann (Bündnis 90/ Die Grünen). Für diese liege die Fürsorgepflicht nicht bei der Stadt Wernigerode, entgegnete André Boks (SPD).

Unterhaltungskosten für Bäder seit 2010 gesti

Die Stadt begründet die geplante Preiserhöhung damit, dass seit der letzten Anpassung vor neun Jahren die Unterhaltungskosten für ihre Badeanlagen gestiegen sind. Angepeilt werden Mehreinnahmen von 30.000 Euro.

Zudem sollen Wernigerodes wassersporttreibende Vereine Frei- und Hallenbad künftig kostenlos für Training und Wettkämpfe nutzen können. Bislang mussten sie bei letzteren zahlen. Die Debatte um die neue Entgeltordnung geht Ende Januar in Kultur- und Finanzausschuss weiter.