Wernigerode l Die Stadt Wernigerode bietet ab sofort sieben Schwimmkurse für Kinder in der Schwimmhalle am Weinbergweg an. Bisher waren es lediglich fünf Lehrgänge für jeweils zehn Mädchen und Jungen. Die Nachfrage aber ist deutlich höher.

CDU-Stadtrat Michael Wiecker hatte das Problem zuletzt in der Sitzung des Kulturausschusses angesprochen. Eltern hatten sich bei ihm beklagt, in der Schwimmhalle abgewiesen und auf zwei oder drei Jahre später vertröstet worden zu sein. „Wir leisten uns als Stadt diese schöne Schwimmhalle“, so Wiecker. Es könne nicht sein, dass Kinder mehrere Jahre auf einen Kurs warten müssen. „Schließlich ist schwimmen lernen für Kinder wichtig.“

Schwimmkurs in Ferien

Wie Kulturamtschefin Silvia Lisowski informierte, habe die Verwaltung nun reagiert. So seien nicht nur die Kurse aufgestockt worden. „Wir überlegen zudem, einen Ferienkurs im Waldhofbad anzubieten.“ Dieser sei allerdings witterungs- und temperaturabhängig. „Aber wenn man es nicht versucht, weiß man auch nicht, ob es funktioniert“, so Lisowski. „Wir haben personell nur bestimmte Kapazitäten. Und die schöpfen wir jetzt voll aus.“

Darüber hinaus seien die Mitarbeiter der Schwimmhalle angewiesen worden, Eltern auf Nachfrage den Kontakt zu Vereinen zu vermitteln, wenn die städtischen Schwimmkurse belegt sind. Zusätzlich zu den Angeboten der Stadt können Mädchen und Jungen das Schwimmen auch beim Harzer Schwimmverein, beim Tauchclub, bei den Kursen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft sowie im Hasseröder Ferienpark erlernen.

Außerdem werde in den Grundschulen Schwimmunterricht angeboten, informierte Amtschefin Silvia Lisowski. „Das heißt, jedes Kind in Wernigerode geht als Schwimmer aus der Grundschule heraus.“