Ilsenburg l Mit einem neuen Rekord hat die Kenia-Hilfe von Dr. Klaus Richter ihre Weihnachtsessen-Aktion in Afrika beendet. „Dank der Spenden aus Deutschland war es uns möglich, für 2300 Kinder eine warme Mahlzeit zum Weihnachtsfest bereitzustellen“, sagt Roland Krombholz aus Ilsenburg, der zu Richters Mitarbeiterstab gehört und vor allem als Cheforganisator für den inzwischen jährlichen Benefizmarkt in der Ilsestadt zuständig ist.

Die 2300 Essensportionen stellen nach Krombholz‘ Worten einen neuen Rekord dar. Im Vorjahr konnten nur 2000 Kinder bewirtet werden. Für Spenden und Mahlzeiten gilt das Verhältnis 1:1. Das bedeutet, dass für einen Spendeneuro jeweils ein Kind eine Mahlzeit erhalten kann. „So etwas ist nur möglich, wenn wir hier in Deutschland das Geld sammeln und die Einkäufe in den afrikanischen Ländern vornehmen. Sachspenden oder gar die Zutaten nach Afrika zu senden, wäre viel zu teuer und würde einen Großteil des Spendengeldes für den Transport verschlingen“, sagt Krombholz, der damit begründet, warum die Aktion „Weihnachten im Briefumschlag“ heißt.

Essen an 17 Plätzen in Ostafrika verteilt

Die Weihnachtsessen wurden an insgesamt 17 Plätzen in den Ländern Kenia, Uganda, Äthiopien und dem Südsudan veranstaltet. Überall dort unterhält die Kenia-Hilfe Standorte und hat vertrauenswürdige Helfer, die die Arbeit vor Ort erledigen.

„Momentan bereiten wir einige rechtliche Änderungen vor. Aus der Kenia-Hilfe, die bislang beim Elbingeröder Mutterhaus angesiedelt war, soll 2019 der Verein ‚Ostafrika-Projekt‘ entstehen. Dieser Verein wird dann die bestehenden Strukturen übernehmen und seine Arbeit in den Slums fortsetzen. Wir werden die Öffentlichkeit rechtzeitig über die Umsetzung unserer Pläne informieren“, hatte Klaus Richter bereits bei seinem jüngsten Besuch im Dezember in Ilsenburg angekündigt. Zurzeit gilt aber noch die alte Bezeichnung.